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[Diskussion] Eure Liebeserklärung an Spieleperlen der Computer- und Videospielgeschichte

Eirulan

Frührentner
Ich habe heute mehr zufällig mitbekommen, dass dieser Tage der 15. Geburtstag von Deadly Premonition ist und dachte mir, das wäre doch eine schöne Gelegenheit, das Spiel mit ein, zwei Sätzen hier zu würdigen.

Deadly Premonition – Japan’s „Love Letter“ an Twin Peaks - ist ein Spiel, für das es in der Form wenige bis keine Alternativen auf dem Markt gibt, das Produkt einer kompromisslos umgesetzten künstlerischen Vision des Directors Hidetaka Suehiro („Swery“).

Trotz aller handwerklichen Mängel immer noch ein Meisterwerk in Worldbuilding und Storytelling, aber auch ein Spiel, für das man Geduld braucht, man muss sich über die schlechte Technik und fummelige Steuerung hinwegsetzen und diese ertragen wollen, auf das man sich einlassen muss, das schon damals nicht Jedem gefallen hat und das heute noch viel weniger täte. Kein Publisher würde das heutzutage greenlighten, und deshalb bin ich so froh, dass es damals einer getan und allen Fans (inkl. mir) eine unvergleichliche Erfahrung beschert hat.

Den zweiten Teil hab ich bis heute leider nie gespielt, ich weiß auch nicht, ob ich das jemals tun möchte, ich bin mit meiner Erinnerung an das damalige Erlebnis eigentlich sehr zufrieden :)
 

L.Kwas

Frührentner
Muss an dieser Stelle auch mal eine Lanze brechen für Earth 2160, das bald seinen 20. Geburtstag feiern darf.
Fand das Spiel damals schon echt cool mit seinen 4 Fraktionen und den komplett modularen Einheiten sowie dem komplexen Forschungssystem, auch wenn es nie die Popularität der 2150er Teile erreichte. Die Aliens haben sich auch angenehm abgehoben vom sonstigen RTS- Einheitsbrei mit ihrem Fokus auf Klonen und Evolution anstelle dem typischen Basenbau, etwas vergleichbares gab es später nur mit den Nanobots in Grey Goo.

Leider war's das dann, Earth 2170 kam nie raus, und die Reihe ist seit zwei Dekaden mausetot. Der Publisher Topware wirkt ebenfalls nicht mehr sonderlich vital, der News-Bereich auf deren Webseite endet im Jahre 2019.💀
 
Zuletzt bearbeitet:

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Um meinen Beitrag #65 noch zu ergänzen... Neulich sah ich einen Bericht über Spieleperlen aus vergangenen Zeiten auf Youtube, das war ganz nett, bis mich eine ganz bestimmte Titelmelodie wie ein starker Stromschlag traf.

Es handelte sich um Burnout 2 Point of Impact von Acclaim aus dem Jahr 2003. Ein Arcade-Rennspiel, das hauptsächlich durch seine brillanten Zerstörungseffekte und deren realistische Physik bekannt wurde. Der Soundtrack war rockig, die Rennen sehr schnell und die unvermeidbaren Unfälle s-p-e-k-t-a-k-u-l-ä-r.
Natürlich waren das fiktive Automarken, denn Ferrari und Porsche hätten sicher etwas dagegen gehabt, wenn sie ihre schicken Sportwagen in diesem Zustand sehen würden. Dennoch erkannte man gut die Silhouetten von Corvette, Lambo, Bugatti und co.

Das Spiel hatte keinen Online Multiplayer, aber einen guten Karrieremodus und einen sogen. Crash-Modus, bei dem es galt mit Höchstgeschwindigkeit z.B. über eine Rampe auf eine belebte Kreuzung zu springen und möglichst viel Zerstörung anzurichten. Für einen Hobby-Chaoten wie mich also genau das richtige!
Dazu gab es einen Boost, was den vorgegebenen Boliden je nach Level noch mehr Beschleunigung verlieh und eine Bombe, die nach einer bestimmten erreichten Punktzahl (die in $ Cash gemessen wurde) gezündet werden konnte um den Schaden im richtigen Moment noch mehr zu maximieren.

Der Clou am Crash-Modus war seinerzeit nicht nur das brandneue Online-Leaderboard der Original Xbox Version, sondern dass die Szenarien nicht zufallsgesteuert waren. So konnte man mit Berechnungen von Aufschlagwinkel, Geschwindigkeit und Aufprall experimentieren, um einen dauerhaften Highscore zu erreichen. Jedenfalls bis ins Jahr 2010, dann wurden die Server nämlich abgeschaltet.

Der Nachfolger Burnout 3 Takedown lieferte dann endlich echte Online-Rennen u.a. auf der Xbox 360, konnte aber nicht mehr ganz mit Teil 2 mithalten, obwohl es immer noch ein sehr gutes Spiel ist (leider nicht abwärtskompatibel mit der Series X/S).
Burnout Paradise spielte dann in einer Open World und es gab keinen Crash-Modus mehr, womit der Mythos bei mir dann auch aufhört. Denn so eine Sternstunde, wie sie damals Teil 2 hinlegte, erreichte die Reihe nie wieder. Heute interessiert es keine Hersteller mehr, irgendwelche Autos zu schrotten, Ausnahme Wreckfest. Acclaim existiert nun zwar wieder, aber das ist nur ein Papiertiger von dem nichts Großes mehr zu erwarten ist.

Heute besitze ich das Spiel noch für meinen Game Cube und wenn ich den mal aus dem Keller hole, ist neben Need for Speed Underground 2, Burnout 2 das erste, was ich dort zocke. Es macht immer noch Spaß wie am ersten Tag und wenn dann mein fiktiver Hummer in einen Tanklastzug auf die Gegenfahrbahn der Autobahn rast und eine Explosion erzeugt, die das ganze Kleeblatt in Schutt und Asche verwandelt, dann glänzen auch heute noch meine Augen und ich träume von dieser wahnsinnig guten alten Zeit, wo Videospiele noch innovativ waren und sich etwas trauten.
 
Zuletzt bearbeitet:

Käsestinker

Frührentner
Um meinen Beitrag #65 noch zu ergänzen... Neulich sah ich einen Bericht über Spieleperlen aus vergangenen Zeiten auf Youtube, das war ganz nett, bis mich eine ganz bestimmte Titelmelodie wie ein starker Stromschlag traf.

Es handelte sich um Burnout 2 Point of Impact von Acclaim aus dem Jahr 2003. Ein Arcade-Rennspiel, das hauptsächlich durch seine brillanten Zerstörungseffekte und deren realistische Physik bekannt wurde. Der Soundtrack war rockig, die Rennen sehr schnell und die unvermeidbaren Unfälle s-p-e-k-t-a-k-u-l-ä-r.
Natürlich waren das fiktive Automarken, denn Ferrari und Porsche hätten sicher etwas dagegen gehabt, wenn sie ihre schicken Sportwagen in diesem Zustand sehen würden. Dennoch erkannte man gut die Silhouetten von Corvette, Lambo, Bugatti und co.

Das Spiel hatte keinen Online Multiplayer, aber einen guten Karrieremodus und einen sogen. Crash-Modus, bei dem es galt mit Höchstgeschwindigkeit z.B. über eine Rampe auf eine belebte Kreuzung zu springen und möglichst viel Zerstörung anzurichten. Für einen Hobby-Chaoten wie mich also genau das richtige!
Dazu gab es einen Boost, was den vorgegebenen Boliden je nach Level noch mehr Beschleunigung verlieh und eine Bombe, die nach einer bestimmten erreichten Punktzahl (die in $ Cash gemessen wurde) gezündet werden konnte um den Schaden im richtigen Moment noch mehr zu maximieren.

Der Clou am Crash-Modus war seinerzeit nicht nur das brandneue Online-Leaderboard der Original Xbox Version, sondern dass die Szenarien nicht zufallsgesteuert waren. So konnte man mit Berechnungen von Aufschlagwinkel, Geschwindigkeit und Aufprall experimentieren, um einen dauerhaften Highscore zu erreichen. Jedenfalls bis ins Jahr 2010, dann wurden die Server nämlich abgeschaltet.

Der Nachfolger Burnout 3 Takedown lieferte dann endlich echte Online-Rennen u.a. auf der Xbox 360, konnte aber nicht mehr ganz mit Teil 2 mithalten, obwohl es immer noch ein sehr gutes Spiel ist (leider nicht abwärtskompatibel mit der Series X/S).
Burnout Paradise spielte dann in einer Open World und es gab keinen Crash-Modus mehr, womit der Mythos bei mir dann auch aufhört. Denn so eine Sternstunde, wie sie damals Teil 2 hinlegte, erreichte die Reihe nie wieder. Heute interessiert es keine Hersteller mehr, irgendwelche Autos zu schrotten, Ausnahme Wreckfest. Acclaim existiert nun zwar wieder, aber das ist nur ein Papiertiger von dem nichts Großes mehr zu erwarten ist.

Heute besitze ich das Spiel noch für meinen Game Cube und wenn ich den mal aus dem Keller hole, ist neben Need for Speed Underground 2, Burnout 2 das erste, was ich dort zocke. Es macht immer noch Spaß wie am ersten Tag und wenn dann mein fiktiver Hummer in einen Tanklastzug auf die Gegenfahrbahn der Autobahn rast und eine Explosion erzeugt, die das ganze Kleeblatt in Schutt und Asche verwandelt, dann glänzen auch heute noch meine Augen und ich träume von dieser wahnsinnig guten alten Zeit, wo Videospiele noch innovativ waren und sich etwas trauten.
Was hat mich Burnout 2 genervt!!!
Irgendwie war ich zu blöd dafür, dadurch baute sich keine Motivation auf und die Scheibe ging relativ schnell auf den Haufen der "Nervt nur noch" Spiele.
🤷
Aber so verschieden sind die Geschmäcker halt.
Danke für deinen Beitrag. Jetzt hab ich den Mist wieder aus den hintersten Ecken des Gehirns aktiviert...😆😖
 

Mister Blue

Frührentner
Burnout kannte ich eigentlich nur den ersten Teil von. Danach war ich erst ab Revenge wieder dabei, also der hier nicht erwähnte vierte Teil. Was war denn der Crash-Modus, das wo man den Wagen einfach in den Verkehr steuerte und dann möglichst viele Fahrzeuge treffen musste? Meine nämlich, dass es den auch bei Paradise noch gab. Ab dem vollkommen zu recht in Vergessenheit geratenen Need for Speed - Most Wanted 2 gab es ein derartiges Schadensmodell auch in dieser Reihe, aber das waren eh Ex-Criterion-Leute.

Allerdings meinte man EA seinerzeit komplett am Singleplayer-Modus zu sparen, wodurch MW2 als Racer wiederum ziemlich witzlos war. Beim Vorgänger war das noch etwas anders. Der ist mir auch deshalb positiv in Erinnerung geblieben, weil man nicht gerade mit inGame-Kohle überhäuft wurde und dann viel Arbeit in das optimieren und tunen des einen Wagens geflossen ist. Selbst wenn ich dadurch einige von den Rennen mehrfach bestreiten musste, um in der Underground-Racing-Liga aufzusteigen, fand ich das allemal reizvoller, als das, was heutzutage oft usus ist, wo einem alle paar Minuten ein neuer Wagen hingestellt wird.
 
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