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Die geplante Übernahme von Activision/Blizzard durch Microsoft

G

Gelöschtes Mitglied 7042

Guest
Microsoft hat eine 10 Jahres Verpflichtung mit Nintendo und Steam für Call of Duty geschlossen.
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Khorny

Moderator
Team
Der Deal befindet sich noch immer in der Überprüfung der Behörden.
Denke Sony muss nun einlenken. Zumal die Argumente von Sony schon vorher alle nicht wirklich gut waren.

Wenn Ihnen so ein Deal angeboten wurde, und davon gehe ich mal schwer aus nach den Artikeln in der NYT, dann stehen sie da unter Zugzwang.

Längere Verträge dürften ja ohnehin nicht möglich sein, denn ich meine in der EU sind 10 Jahre das erlaubte Höchstmaß für irgendwelche Verträge?

Bis in 10 Jahren kann Call of Duty dann auch ähnlich bedeutungslos sein wie inzwischen z.B. Battlefield. Gute Gelegenheit für Sony, deren Marken wie Socom, Killzone und Resistance wieder aus der Schublade zu kramen, oder Bungie was Eigenes entwickeln zu lassen.
 

Daddli

Rentenbezieher
Das persönliche (emotionale) Investment und die Leidenschaft für Spiele werden da für mich auf jeden Fall deutlich sinken. Und ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust drauf, dass der größte Teil meines Lebens nur noch daraus besteht Sachen zu mieten.

Aber darauf wird es mit dem Hobby Gaming sicherlich zu einem großen Teil hinauslaufen, weil es für die Unternehmen einfach zu attraktiv ist, immer mehr Kontrolle an sich zu reißen und die unabhängigen Elemente nach und nach auszuschalten.
Das ist meine größte Befürchtung. Ich hatte es ja bereits in meinem anderen Post angedeutet. Wahrscheinlich ist es aber nicht so eindeutig rüber gekommen.

Der Weg, den ich mir vorstellen könnte, ist, den Ideal-Zustand aus Sicht von Publisher und Plattformbetreiber zu erreichen. Wiedergabegerät, Eingabegerät und ein Streaming-Abonnement. Physischer Datenträger oder Download auf die Festplatte adè. Die Box oder Playsi kann nur noch streamen. Alles kommt aus der Cloud. Alle Kosten sind im Abo inkludiert bzw. gäbe es gestaffelte Abonnements (mehrere TVs, Handy, Handheld etc).

Natürlich würde das alles schön beworben. Spiele so viel du willst. Was du willst. Auf diesem oder jenem Wiedergabegerät. Und das nur für Summe X im Monat. Jederzeit kündbar. So oder wohl so ähnlich.

Damit nimmt man dem kritischen User dann vollends die Möglichkeit, sich mit seinem Kaufverhalten gegen schlechte Spiele zu wehren. Die Variante der Rückgabe eines Games wäre damit ebenfalls gleich rasiert.

Aber als User hätte man ja ein tolles Abo mit massig anderen Spielen. Switcht man eben zum nächsten Game des Interesses. Friss oder stirb. Ich persönlich würde das als Super GAU empfinden und meiner Meinung nach einen Großteil des Mediums Videospiele vollends zum Ramsch, zum Mittel zum Zweck verkommen lassen.

Was dies im Umkehrschluß für Entwickler/Publisher bedeuten würde, stünde auf einem anderen Blatt. Es säße zumindest ein großer Dritter mit im Boot, der selbstredend mitverdient und sicherlich ein gewichtiges Wort mitreden möchte. Ähnlich dem Aldi Effekt. Fast jeder Hersteller will da mit seiner No Name Marke rein. Koste es, was es wolle.

Natürlich ist das ein weiter und vor allem spekulativer Blick in die Zukunft. Das ist mir bewußt. Aber: DLCs, Season Pass, Battle Pass oder Kosmetische Items für Geld haben sich im Laufe der Zeit doch auch fest etabliert und meiner Meinung nach eine nicht zu unterschätzende Auswirkung auf die grundsätzliche Entwicklung von vielen Spielen genommen.

Der Großteil der Spieler, mich eingeschlossen, hat sich mittlerweile daran gewöhnt oder nimmt es in einem gewissen Maß hin. Und da ist er wieder: Der Frosch im heißen Wasser. Warum sollte man also aus Sicht der Spielindustrie nicht den nächsten Schritt gehen?
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Das ist meine größte Befürchtung. Ich hatte es ja bereits in meinem anderen Post angedeutet. Wahrscheinlich ist es aber nicht so eindeutig rüber gekommen.

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Der Großteil der Spieler, mich eingeschlossen, hat sich mittlerweile daran gewöhnt oder nimmt es in einem gewissen Maß hin. Und da ist er wieder: Der Frosch im heißen Wasser. Warum sollte man also aus Sicht der Spielindustrie nicht den nächsten Schritt gehen?

Viele wahre Worte in dem Post. Und was man nicht vergessen sollte: Wenn alles nur noch in der Cloud läuft, hat man auch keine Kontrolle mehr darüber, welche Daten erhoben werden und was mit den Daten passiert. Das ist wahrscheinlich ein weiterer Antrieb der Publisher/Plattformbetreiber.
 

Khorny

Moderator
Team
Das war doch bekannt, oder? Microsofts Staff reagiert bei Twitter zumindest ziemlich gelassen, als hätte man sich darauf schon vorbereitet. Die FTC wird jetzt ihre Bedenken vorbringen und Microsoft hat vor Gericht die Chance, Zweifel und Bedenken auszuräumen. Selbst wenn die FTC, wie auch andere Behörden, da vor allem vom Lobbyismus durch einen Mitbewerber beeinflusst wurde, vor Gericht sieht dies vermutlich nochmal anders aus, denn da zählen dann nur die Fakten.

Ob diese eher für oder gegen den Deal sprechen? Das sollen die Juristen gerne unter sich ausmachen.

Ich werde daher auch jetzt keine Einschätzungen mehr dazu abgeben.

Einzig um Activision glaube ich wäre es schade, denn wenn dieser Deal scheitert wird der Laden ziemlich sicher nicht mehr lange überleben. Schon für die Mitarbeiter würde es mir extrem leid tun, denn dieser Deal war ja praktisch deren Ausweg aus der Kotick-Misere.
 
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