RyelDC
Frührentner
Andererseits kannst du fast immer die Benutzeroberfläche installieren, die du gern hättest. Ich zB wollte Unity auch nicht haben, also hab ich mir ein Linux installiert, wo noch mit Gnome gearbeitet wird. Genausogut hätte ich mir auch Gnome für Ubuntu ziehen können. Insofern hast du in meinen Augen schon mehr Freiheit, was das GUI angeht.
Ist halt immer die Frage, ob sich jemand findet, der sich darum kümmert. Das Gnome für Ubunte gibt es ja, soviel ich weiß, nur in einem Community Repository, also nicht offiziel von Canonical. Man ist also darauf angewiesen, das die Community sich weiter um Gnome kümmert, Pakete baut und die zur Verfügung stellt. Sicher kann man auch jede gewünschte Open Source GUI eigenhändig aus den Sourcen bauen, aber wer will das schon? Wenn man also nicht selber bauen will, dann hat man nur so lange die freie Wahl, solange jemand anderes die Pakete gebaut hat. So etwas kann sich aber auch von Heute auf Morgen ändern.
Vor einiger Zeit war dies auch bei Slackware so, der "geliebte Diktator" beschlossen hat, Gnome aus Slackware zu entfernen, da es in zu vielen Einzelkomponenten aufgeteilt ist und das ganze sich nur schwer pflegen läßt. Es gab dann zwar eine zeitlangen eine Community Version von Gnome für Slackware aber irgendwann ist das auch eingeschlafen.
Aktuell gibt es nun wieder die gleichen Überlegungen bezüglich KDE, da die Entwickler KDE ab 4.7 auch in viele kleine Komponenten zerlegen wollen, wird diskutiert, ob dann aus Gründen der Wartbarkeit KDE aus Slackware entfernt und auf XFCE oder so etwas setzt.
Wenn man wirklich auf Jahre hinweg eine stabiles, in Bezug auf die Bedienbarkeit, System haben will, dann führt wohl kein Weg an einer dieser "Long Term" Versionen vorbei, bei Ubunte die LTS und bei Suse Linux Enterprise.
Bei einer Community getriebenen Entwicklung ist nur einwas stabil, die Veränderung.