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Das Spielejahr 2024

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
Und wieder nähert sich ein weiteres Spielejahr dem Ende zu. Ein guter Zeitpunkt, um mal wieder auf die Highlights des vergangenen Jahres zurückzublicken :)

Fangen wir mal beim Spiel des Jahres an

Auf Platz 1 landet bei mir Metaphor: Re Fantazio. Hier hat Atlus einfach mal wieder abgeliefert. Manch einer bezeichnet es ja als Persona Light, was vielleicht für die fehlenden Romanzen gilt, ansonsten ist das aber ein absolut gleichwertiges JRPG zur Persona Reihe mit einem (für mich sogar noch mehr) interessanten Setting, guten Charakteren und enormen Umfang. Die Reise des Hauptprotagonisten inklusive seiner Begleiter hat mich nach etwas langsamen Start mehr und mehr gefangen. Dazu kommt, dass das Spiel praktisch fehlerfrei vom Releasezeitpunkt an war, ich hatte zumindest in meinen über 120 Spielstunden keinen Abstzurz. Gut lesbare Texte, genialer Soundtrack. Top.

Knapp dahinter reiht sich Dragons Dogma 2 ein, welches quasi eine konsequente Weiterentwicklung des ersten Teils ist. Das mag manchem ein wenig zu old-schoolig gewesen sein, ich hatte aber genau sowas erhofft. Die zweite Hälfte mit dem Wüstensetting hat mir nicht ganz so zugesagt, ist aber natürlich Geschmackssache. Allgemein hoffe ich einfach auf ein ähnlich gutes Add-On wie beim ersten Teil. Die Diskussionen mit den kaufbaren Inhalten direkt nach Start und den darauf folgenden Shitstorm hätte man sich bei Capcom aber sicher sparen können. Notwendig sind diese kaufbaren Inhalte nicht, im Gegenteil, sie nehmen dem Spiel eher was vom Spielsspaß weg.

Platz 3 geht an Indiana Jones und der große Kreis. Welches ich zugegebenermaßen noch nicht abschließend bewerten kann, da ich noch nicht weit genug bin. Das was ich bisher aber gesehen habe, lässt mich absolut begeistert zurück; ein purer Fanservice für Liebhaber der alten Indiana Jones Filme. Ich war hier bei Ankündigung noch sehr skeptisch bezüglich der Ego-Perspektive, die im Spiel aber - auch dank immer mal wieder Wechselns in die 3rd Person Sicht - absolut gut funktioniert. Ich hätte gerne mehr davon...Bethesda kann sich da gern auch Indiana Jones and the Fate of Atlantis nehmen (was man immerhin weiterhin via Antstream in der Amiga Version spielen kann) und das entsprechend umsetzen :D

Knapp außerhalb der Top 3:

Final Fantasy VII Rebirth: Ein absolutes Topspiel mit viel Umfang und Fanservice für Fans des Originals. Aber halt wieder nur ein "Teil" des Ganzen. Natürlich ist das dennoch ein vollwertiges Spiel, keine Frage. Ein wenig hat man mir den Teil aber zu sehr auf "muss witzig" werden rübergetrimmt; gerade im Bereich der Costa del Sol fand ich das wirklich übertrieben und eher nervig.

College Football 25: Endlich mal wieder ein College Football spiel, in dem ich mein favorities PSU Team selbst steuern darf. Es spielt sich in meinen Augen besser als das "große" Madden, die Stimmung kommt hier einfach dank der Collegebands und der Aufmachung einfach noch besser rüber.

Unicorn Overlord: Ein weiteres tolles Spiel von Atlus, diesmal im Taktikbereich. Eines der wenigen Spiele, in denen ich tatsächlich mal 100% Gamercore erreiche..aber hier wollte ich wirklich alles erkunden.


Weitere Highlights waren bei mir eher im Indie- und Remakebereich zu finden, so beispielsweise To the Moon, welches eine wirklich schöne, intensive Geschicthe erzählt..auch wenn es eigentlich schon über 10 Jahre als ist, jetzt aber erst auf Konsole veröffentlicht wurde. Oder das Dragon Quest III Remake, welches auch heute - dank einiger Komfortfunktionen - noch sehr gut spielbar ist. Auch Drova sieht bisher sehr interessant aus.


Bei den Spielen wars eng, dafür darf sich Atlus mit einigem Abstand meine Empfehlung als Softwarehaus des Jahres einheimsen. Persona 3 Reload, Unicorn Overlord, Shin Megami Tensei V: Venegance, Metaphor: Re Fantasia.. das sind allesamt klasse Spiele und von Beginn an spielbar. Ohne Gamebreakingbugs oder Abstürze, dafür mit einer immensen Menge an Spielspaß.

Gespielt wurde dieses auch auch hauptsächlich wieder auf der Series X. Den zweiten Platz nimmt die PS5 ein, ein wenig noch das SteamDeck und die Switch kam eigentlich gar nicht mehr zum Einsatz. Dafür hat die PS5 mir hinsichtlich Retailkäufen immer mehr hinzugewonnen; allein schon deshalb, weil es einige Spiele ja gar nicht mehr als physische Version für die Xbox gibt, Fantasian - Neo Dimension sei da mal als Beispiel genannt. Allgemein ist der Hauptteil meiner gekauften Spiele inzwischen aber digital.

Wo es da in Zukunft hingeht, bleibt abzuwarten. Als reiner Konsolenspieler im stationären Betrieb liegt da mein Hauptaugenmerk und da zieht Microsofts aktuelle Xbox Konsolenstrategie bei mir nicht mehr. Stand jetzt wäre meine nächste Konsole eine Playstation.

Dabei findei ich Microsofts Strategie per se nicht verkehrt. Spiele werden immer aufwendiger und dauern entsprechend länger in der Entwicklung, kosten also auch mehr. Das muss man irgendwie auffangen, und da ist dann die Frage, ob man sich Exclusives noch leisten kann. Ich bin da eh kein Freund von. Dafür hat man gerade im Konsolensektor bei Microsoft auch eine viel zu geringe Verbreitung. In wieweit man das über die neue "das ist alles eine Xbox" Strategie wettmachen kann, bleibt abzuwarten.

Faktisch bringt man aktuell bei MS aber keinerlei Anzeichen, die eigene Konsole noch irgendwie zu vermarkten bzw. zu stärken, der Fokus geht immer weiter auf PC und Online. Und sicher zieht man auch keine potenziellen Käufer an, wenn man seine großen, ehemaligen Exklusivtitel wie Indiana Jones oder Outer World 2 bei jeder größeren Gameshow dann direkt als "auch für Playstation" deklariert. Wenn ein Phil Spencer meint das der Konsolenmarkt stagniert, dann hat er da sicher nicht ganz unrecht. Aber nur auf den Gamepass zu setzen, um da Neukäufer zum Kauf einer Series Konsole zu animieren, ist zu dürftig. Und auch wenn man weiterhin eine weitere Konsolengeneration bestätigt, ich seh das bei der aktuellen Strategie nicht wirklich. Die Frage ist dann auch, was will man Neukäufern denn dann für Anreize bieten?

Das hat die Konkurrenz in meinen Augen besser gelöst. Auch bei Sony hat da ein Umdenken stattgefunden, deren Exklusives gibt auch schon nach meist einem Jahr auf PC. Aber halt auch nur da. Das kann man sich aktuell leisten, da im Konsolensektor nun mal eine viel größere Userschaft unterwegs ist. Und man selbst in Jahren wie diesen, wo man selbst eigentlich gar keine Exklusives hatte, auf Drittanbieter setzen kann; sei es Silent Hill...oder halt auch die Spiele von Microsoft.

In der aktuellen Konsolengeneration wird das bei mir keine Auswirkungen mehr haben. Solang die für mich interessanten Spiele auch auf der Xbox Konsole kommen, wird da gespielt. Bei den Retailfassungen werden ich aber weiter in Richtung PS gehen und dort auch einige Spiele in Sales nachkaufen. Weil ich da aktuell eher meine Spielezukunft sehe.


Kommen wir mal zu den Enttäuschungen des Jahres...und da ist auch Microsoft ganz vorne. Als erstes wäre da das Fallout 4 - Next Gen Update zu nennen. Warum man hier im Gegensatz zu Skyrim nicht auch auf den neuen Creation Store gesetzt hat, bleibt mir schleierhaft. Denn auch Fallout 4 ist weiterhin sehr beliebt, hatte gerade durch die erfolgreiche TV Serie auch noch mal ordentlich Rückenwind bekommen. Stattdessen bringt man eine grafisch und technisch leicht verbesserte Variante heraus (die aber auch vorher schon einen Boost hatte), welche dafür in einigen Sachen (V.A.T.S.) weiterhin fehlerbehaftet ist und leider nicht viel Neues bietet.
Da wäre einfach mehr drin gewesen. Die Bethesda Spiele haben über viele Jahre hin eine große Beliebtheit, und das liegt auch oftmals an den Moddern, wie Bethesda ja auch selbst sagt. Hier wäre weitaus mehr drin gewesen.

Der Starfield DLC war in Ordnung, viel mehr aber auch nicht. Nach wie vor wiederholen sich die Planetenmissionen und Gebäudestrukturen zu oft, was mich einfach immer wieder aus dem eigentlich wirklich richtig guten Spiel rausnimmt. Auch hier werden es die Modder wieder richten und interessante Zusatzinhalte anbieten, dessen bin ich mir relativ sicher.

Beim Microsoft Flight Simulator hat man hingegen den Vogel abgeschossen. Nachdem ich das Spiel auch fünf Tage nach Release nicht spielen konnte, weil es sich wieder irgendwo aufgehangen hat, war bei mir das Interesse dahin. Es mag schön sein, dass sich die Entwickler da sehr schnell gemeldet und erklärt haben..es bringt mir als Spieler nun aber nix. Und Werbung für Xbox so tolle Onlineservices und cloudbaiserte Lösungen war das auch nicht. Der Microsoft Flight Simulator ist eine tolle Software und ich finde es absolut faszinierend, was heutzutage alles möglich ist. Und sicher wir das Spiel auch nach diesem desaströßen Start seine Fans finden. Und klar, Spiele laufen heuzutage am Day One selten optimal...aber das war schon eine ganz neue Stufe.


Was gabs sonst noch so? Bei mir zumindest viel altbewährtes. Civiliazation 6 war wieder das meistgespielte Spiel dieses Jahres bei mir, auch Stardew Valley, Fallout und Skyrim standen recht hoch im Kurs. Spiele, in welche ich mich immer wieder vertiefen kann. Dazu gabs die klassischen FF Teile nun endlich auch auf der Xbox und natürlich so Remakes wie Dragon Quest III..für mich als Retrofan eine Wonne :) Anstream ist inzwischen auch ein treuer Spielekandidat geworden; der Onlineservice läuft stabil und gerade zu Ende des Jahres haben es einige wirklich gute Klassiker ins Programm geschafft.

Bleibt noch der Ausblick aufs nächste Jahr: GTA VI ist ja in aller Munde, ich freue mich aber vor allem auf Avowed, Atomfall und Mafia - The old Country. Gespannt bin ich, wie das neue Civilization sich so macht; ich bin da bei den bisherigen Ankündigungen etwas vorsichtig, im Februar werden wir dann ja mehr wissen :)
 

Linsenheld

Rentenbezieher
Für mich war es insgesamt ein ziemlich "durchwachsenes" Spielejahr...

Allen voran trifft es auch mein (bislang) Nummer Eins Hobby an allen Ecken mit den allgegenwärtigen "Preiserhöhungen", der Gamepass - von dem ich grundsätzlich eigentlich ein großer Fan bin - wird deutlich teurer und leistet dabei (leider) immer weniger bzw. ist auch bei Release von "großen" Titel nicht mehr sicher vor (Voll)Katastrophen, dazu setzen sich eben auch immer höherer Preise zu Release der Spiele durch (wobei ich 2024 wohl am wenigstens "neuwertig"/"bei Release"/"zum Vollpreis" gekauft habe), die "versteckten" Kosten (Strom etc.) kommen dann noch natürlich oben drauf...

Zwar gebe ich gern (und nicht wenig) Geld für meine Hobbys aus, aber irgendwo hört es halt auch mal auf. Stand Jetzt trifft es wohl auch das Hobby "Gaming", ich habe noch eine Zeit lang (günstig) den Gamepass bekommen, wenn der ausläuft wird er wohl auch nicht mehr verlängert. Ich habe dieses Jahr den Entschluss gefasst, dass ich in Zukunft dann wohl das "Gaming" deutlich herunterfahren werde und wenn dann nur noch (Offline) Singleplayertitel zocken werde. Mal sehen, ob das gelingen wird... Denn auch da hat die "Industrie" ja dieses Jahr deutlich gezeigt, wohin die Reise geht...

Viele, viele "Game as Service" Gurken, von denen auch ganz viele wieder schnell verschwunden sind... Warum bloß nur?!?

Ich war zwar (zum Glück) in dem Bereich eher weniger unterwegs, diese Richtung aus der Industrie erschreckt mich aber schon. Genauso wie der durchschnittliche Zustand der Spiele im Jahr 2024 bei Release. Es ist in der Tat schon fast zur Gewohnheit geworden, dass Spiele bei Release wenig bis extrem verbuggt auf den Markt geschmissen werden, um dann in der darauffolgenden zeit mehr oder weniger schnell "gefixt" zu werden. Und das sogar bei Titel, die mit einem "frühzeitigen" Zugang bei den "Premiumversionen" werben. Eine ebenso erschreckende Entwicklung...

Daneben ging es 2024 natürlich auch weiter mit den nicht wenigen Entlassungen/Schließungen in der Industrie, auch wenn ich als (End)Konsument davon selbst weniger betroffen bin (noch kann ich Spiele ganz normal kaufen - muss halt ggf Verschiebungen in Kauf nehmen), erschreckt es misch schon, wie da seit Corona die Axt durch den Wald geht und man in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit einer Industrie beim Schrumpfen (Sterben?!?) zuschauen kann. Komischerweise ist - nach meinem Gefühl - in dieser Hinsicht der Aufschrei bei vielen "Gamern" noch relativ "zurückhaltend" (Mal abgesehen von wirklichen Fachmagazinen/-foren/-communitys). Jeder bekommt es mit, jeder zuckt irgendwie nur mit den Schultern, aber alle (oder zumindest sehr viele) gehen den Trott (den die Industrie so vorgibt) weiter mit...

Auf der anderen Seite werden - gerade im Internet - Studio, Publisher aber sogar die einzelnen Entwickler immer extremer angegangen, es gibt oft nur noch ein Schwarz oder ein Weiß, die Ausdrucksweise wird immer extremer und es wird auch nicht davor zurückgeschreckt, Entwickler ganz persönlich "anzugehen". (Berechtigte) Kritik ist immer die eine Sache, das darf & soll ja ruhig sein, aber dann Menschen (die halt bislang immer noch "unsere" Spiele entwickeln) in absolut unterirdischer Art anzugehen... Puhh... Das ist zwar nicht nur im Gaming so ein Phänomen sondern in eigentlich allen Bereichen... Trotzdem (oder gerade deswegen - Standen "Gamer" nicht auch mal für Toleranz und eine sehr gelassene/ruhige/sachliche Art & Weise?!) auch sehr erschreckend...

An Spielen selbst kann ich das Jahr 2024 an einer Hand abzählen...

Für mich waren bloß "Indiana Jones", "College Football 25" und "Starfield" nach den Patches und dem DLC Spiele die aus 2024 "in Erinnerung" bleiben. "Stalker 2" ist für mich tatsächlich eine "Ausnahme", dass es technisch alles andere als gut auf den Markt gekommen ist, darüber muss man nicht streiten. Für mich ist allerdings die ganze Geschichte der Entwicklung/des Studios erwähnens- und auch lobenswert. Daher bekommt auch Stalker 2 einen Platz bei mir im herzen, zumal es durchaus auch noch ein richtig gutes Spiel werden kann. All-Timer wie "Cyberpunk" oder auch der neuste Landwirtschaftssimulator" gingen natürlich auch, der Microsoft Flugsimulator war die Aller größte Enttäuschung 2024, eine Bruchlandung im wahrsten Sinne.

im Grunde geht das (Spiele)Jahr 2024 sehr "langweilig" zu Ende, es gab viel "Unruhe", wenig Highlights, die "Lust" aufs Zocken ist im Laufe des Jahre deutlich weniger geworden (auch wenn ich jetzt im Winter wieder etwas mehr Bock hatte - Nicht zuletzt Dank "Indiana Jones") und ich denke, so wird es auch im nächsten Jaht weitergehen, bis sich das wohl so "ausgeschlichen" hat, dass ich irgendwann nur noch sehr, sehr wenig Bock aufs Zocken haben oder die Konsole komplett einstaubt... Mal schauen...
 

Eirulan

Frührentner
Mein Spiel des Jahres von den in diesem Jahr erschienenen Titeln wäre Unicorn Overlord und - da mich das Erscheinungsjahr eigentlich nicht die Bohne juckt - von den insgesamt in diesem Jahr gespielten Titeln Jagged Alliance 3.
Zur aktuellen Situation insbesondere bei den AAA Produktionen wurde ja oben schon das ein oder andere geschrieben, ich für meinen Teil bin davon schon seit geraumer Zeit oftmals hart gelangweilt. Ich finde trotzdem mehr als genug zu spielen, finde mich aber zunehmend öfter in eher nischigeren Regionen - bevorzugt bei japanischen Titeln - wieder.
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
2024 war für mich nach 2022 ein ganz miserables Spielejahr. Sehr enttäuscht haben mich vor allem die vielen Service-Games, der zwanghafte Open-World-Wahn und der Zustand einiger Titel zum Release.
Allen voran Stalker 2 Heart of Tschernobyl, von dem man zwar wusste, dass es unter desolaten Umständen entwickelt wurde. Dennoch habe ich auf der Series X mehr erwartet, als "nur" gute Grafik in 30fps.
Auch der recht bescheidene Starfield DLC ließ mich auf der Series X etwas zweifeln, ob das nun ein großer Moment für das Bethesda-Franchise war. Ebenso Hellblade 2 Senuas Secrifice von Ninja Theory, was zwar toll aussah, aber sich mit 30fps nur nach einem Film zum selber spielen ähnelte. So sehr ich den Vorgänger geliebt hatte, wollte der Funke bei der Fortsetzung nicht zünden.

Forza Motorsport (2023) habe ich in diesem Jahr sehr viel gespielt. Das anfänglich wirklich nicht gut aufgestellte Spiel nach Service-Game-Machart scheiterte mit seinem neuen Konzept als "Car-PG" und erhielt im Lauf des Jahres viele Updates. Hauptsächlich kamen neue Strecken dazu, die meisten alte bekannte aus Forza Motorsport 7.
Es gibt noch viele Baustellen bei Forza, aber immerhin hat sich etwas getan, wenn auch nur in kleinen Schritten.

Auf der PS5 sah es auch nicht viel besser aus. Die Exklusivtitel erscheinen zwar nach wie vor in einer sehr guten Qualität, wie man sich bei Stellar Blade oder Astro Bot übezeugen konnte, aber auch hier gab es viel zu wenige davon. Die Zeiten, in denen ein Uncharted, ein Killzone und ein God of War in ein und dem selben Jahr erschienen, sind wohl für immer vorbei. Zu zeitintensiv und kostenaufwendig sind die Games heute geworden. Potenziell wächst das Risiko, dass solch ein Blockbuster floppen könnte und dem Entwicklerstudio den Kopf kosten könnte.

Größte Enttäuschung des Jahres war für mich Test Drive Unlimited Solar Crown. Obwohl man bereits im Vorfeld erahnen konnte, dass dieses Spiel unter keinem guten Stern stand, schafften es Nacon/KT-Racing gutgläubigen Fans wie mich, die Krone der Unverschämtheit als Spiel zu verkaufen.
Nicht nur der Internetzwang und die damit entstandenen massiven Serverprobleme sorgten anfangs für Frust (solange man denn überhaupt einmal den Weg ins Spiel geschafft hatte), sondern auch die unzähligen und schwerwiegenden Bugs, die nicht nur Forschritte rückgängig machten, sondern auch komplette Spielstände noch nach Wochen zerschießen konnten, machten aus dem Spiel ein 70€ teures Fiasko.

Lichtblicke waren für mich in diesem Jahr einzig Star Wars Outlaws, bei dem ich von Bugs verschont geblieben bin und Indiana Jones und der große Kreis. Auch wenn letzteres für mich "nur" ein hübscheres Wolfenstein mit mehr Erkundung und weniger Waffen war. Die überragende Inszenierung, die hervorragende Spielbarkeit und dichte Atmosphäre schreien jetzt schon nach einer Fortsetzung!

Dann war da noch die PS5 Pro, die ich mir als erste Mid-Gen-Konsole von Sony nicht gekauft und es bisher nicht bereut habe. Sie war mich schlichtweg zu teuer für das bischen, was sie mir an Mehrwert bieten könnte. Der deutliche Sprung von einer Xbox One zur Xbox One X mit 4K und Auto HDR, sowie hunderten von aufgewertenen Spielen, machte für mich noch Sinn. Dieses Update fühlt sich aber nur wie ein neues teures Handy an, mit den selben Funktionen, nur hier und dort eben ein Quentchen besser als der Vorgänger.

Stattdessen habe ich mein Geld lieber in einen neuen Gaming PC angelegt. Da habe ich auch noch viel nachzuholen. Denn auch mein im Oktober angeschafftes Steam Deck (ein letztes Highlight 2024) hat mal wieder gezeigt, dass PC Gaming auf einem neuen Level angelangt ist. Vieles ist einfacher als früher, der Anschluss via HDMI an einen großen TV oder die Controller-Nutzung sind schon fast Normalität am PC. Ob das die Zukunft ist, weiss ich nicht. Aber es ist wenigstens kein schlecht angelegtes Geld.

Fehlen noch gute Spiele für 2025. Aber da gibt es ja einige Lichtblicke und aus meiner Sicht kann es eigentlich nur besser werden. Immerhin startet das kommende Jahr mit einem neuen großen Assassin's Creed. Das und die Tatsache, dass irgendwann auch mal GTA VI erscheint (mal sehen ob das noch 2025 was wird), geben allen Anlass zur Hoffnung.
 

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
Bei mir noch ganz vergessen: Stellar Blade. Das war recht gute Unterhaltung auf der Playsi, wenngleich ich auch die Vergleiche zu einem NieR nicht sehe. Aber für sich wars durchaus ein spaßiger Titel.

Dazu kommt ggf. noch Silent Hill 2, welches ich aber erst angefangen habe.


Zum Spielejahr: Interessante Reaktionen bisher. Ich hab irgendwo (Gamestar?) gelesen das es ja ein so tolles Spielejahr gewesen sein soll...merke aber davon auch nicht so viel. Atlus hat geliefert, ja. Und auch Indiana Jones war für mich wirklich noch ein Highlight.

Aber sonst? Für mich war es auch nicht so berauschend, außer im Anfangsthread genannten Titeln konnte mich auch wenig bei der Stange halten. Sicherlich, betrifft vielleicht auch mein Spieleverhalten. Aber mir wird es langsam zu viel mit Service Games, aber auch Spielen, welche einfach nur noch glattpoliert sind, um bloß in kein Fettnäpfchen (Political Correctness, etc.) zu treten. Spiele sollten dazu da sein, um zu unterhalten, zumindest ist dies meine Meinung. Inzwischen darf ein Spiel aber scheinbar bloß nichts mehr wagen, weil sich der oder die an dem oder welchem aufhängen kann. Es muss doch auch möglich sein, diese natürlich nicht unwichtigen Themen zu berücksichtigen, aber auch Spiele weiterhin interessant zu gestalten..ohne bei allem immer einen Fingerzeig zu erheben.
 

cts

Rentenbezieher
Wer meint das Spielejahr war lame, kann sich mal die Liste hier zu Gemüte führen.
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Über 100 Titel mit 80+ Wertungsschnitt. Klar, hängt auch vieles vom persönlichen Geschmack ab, aber da sind garantiert zig Titel dabei die man nicht auf dem Schirm hatte.

Mein pers. Pile of Shame ist dieses Jahr weiter stark gewachsen und ich muss bestimmt 163 Jahre alt werden um alles wegzuspielen xD
 

Pascal

Ich mag Trophys
Mein Highlight des Jahres ist meine PoS. Die habe ich stark reduziert. Trotzdem noch groß genug 😅 habe dieses Jahr nur ein Spiel wirklich gekauft und das war Alan Wake 2 um es auf der Pro zu spielen. Top Spiel. Ansonsten hat mich kein Spiel aus 2024 interessiert
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Mein Highlight des Jahres ist meine PoS. Die habe ich stark reduziert. Trotzdem noch groß genug 😅 habe dieses Jahr nur ein Spiel wirklich gekauft und das war Alan Wake 2 um es auf der Pro zu spielen. Top Spiel. Ansonsten hat mich kein Spiel aus 2024 interessiert
Wobei Alan Wake 2 auch wieder von 2023 ist.
 

Khorny

Moderator
Team
Mein persönliches Spielejahr war schon ziemlich gut, vergleiche ich es mit dem Vorjahr. Das wäre jedenfalls mein Fazit, obwohl ich vermutlich so viele Spiele binnen eines Jahres abgebrochen habe wie noch nie. Dass trotzdem ein gutes Fazit über dem Jahr steht, lag dabei noch nicht mal an den Releases.

Eigentlich sind unfassbar viele, neue Spiele erschienen, die eigentlich in der Kategorie "Haben-muss" platziert waren, um da nur mal Metaphor, das neue Like A Dragon oder Dragons Dogma zu nennen. Tatsächlich habe ich dieses Jahr aber langsam aber sicher eine Resilienz gegen kurzfristige Verlockungen aufgebaut. Zugegeben, hat die Selbstbeherrschung manchmal dann doch versagt, etwa beim Kauf von zeitlich limitierten Physicals wie Nintendo World Championships und paar anderen Titeln. Generell hat dieses Jahr wohl auch die Digitale Welt so ziemlich bei mir gesiegt. Man blickt eben langsam auch auf aus den Nähten platzende Schränke, wo sich immer mehr Boxen von Videospielen stapeln.

Hintenraus haben sich jedoch so viele Spiele auf der To-Do, oder besser gesagt Spielen-will-Liste angesammelt, dass vieles einfach mehrfach miteinander kollidiert ist, und irgendwann war einfach der Punkt erreicht, wo neue Käufe keinen Sinn mehr ergeben haben. Dabei hat sich auch die Nutzung vom Gamepass 2024 deutlich reduziert, um nicht zu sagen... in Luft aufgelöst. Wenn man nicht mehr hinterherkommt, muss man eben lernen Prios zu setzen, und diese heißen dann eben nicht "Oh, Demo zu Metaphor war geil, ich muss das sofort haben", sondern "Warte auf einen Sale".

Am Ende kann ich auch trotz aller Bekundungen und Sympathien für AA-Entwickler und Indie-Studios jeden Hinz und Kunz "unterstützen", nur weil in dem Bereich so viel tolles Zeug wie lange nicht mehr erschienen ist. Dabei gab es Verlockungen und interessante Spiele noch und nöcher. Das Gute: Die Spiele rennen alle nicht weg, und der nächste Sale kommt sowieso. Mit nem immer noch starken Fokus auf Japano-Rollenspiele, läuft eben auch nicht jede Woche irgendwo ein Abspann.

Ehrlich gesagt hat es inzwischen bei mir auch einen Punkt erreicht, wo ich gefühlt die wichtigsten Schafe im Trockenen sehe, und nicht mehr Unsummen für Hobbys und Daddelei raushauen muss. Wie oben ein User schrieb, muss man das ganze Geraffel eben erstmal auch beenden, und die wirklich guten Spiele kann man durchaus häufiger spielen. Wir haben technisch einfach ein Niveau erreicht, wo Spiele nicht mehr in 1-2 Generationen unerträglich sein werden, da auch der Wettlauf um Auflösung so langsam zum Erliegen kommt. Auch generell reicht mir inzwischen oft die zweit- oder sogar drittbeste Hardware, da ich immer seltener AAA-Spiele überhaupt noch anfasse.

Einzelne Spiele will ich hier jetzt gar nicht hervorheben, dafür war mein Jahr viel zu bunt gemischt, von Spielen die über 30 Jahre alt sind, bis hin zu wenigen Day1-Releases. Insgesamt bin ich hochzufrieden, und selbst wenn die alte Switch jetzt nochmal 1-2 Jahre laufen würde, wäre es mir egal. Wenn ich Bock auf was Neues habe, picke ich es mir gezielt raus, beschäftige mich aber intensiv damit, und schrecke zunehmend auch vor dem Anspielen und Refunden nicht mehr zurück. Auch ältere Konsolen haben sich dieses Jahr einige aus meinem Besitz verabschiedet, etwa die Wii U, die nach dem Durchspielen offener Titel in dauerhafte Rente geschickt wurde.

Inzwischen habe ich auch deutlich an Gelassenheit gewonnen, was die Industrie und Spiele allgemein angeht. Selbst mein Konsum an Spiele, pardon "News" Kram hat deutlich nachgelassen, und vieles verfolge ich nur noch mit einem Achselzucken, aber ohne Wut im Buch. Wenn ich Lust auf irgendwas habe, höre ich mal Podcasts, oder verfolge ausgewählte Youtube-Kanäle. Sind Spiele nix für mich? Hake ich sie halt ab. Das ist alles Freizeit, und diese möchte ich bestmöglich ausfüllen.
 
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