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Das Spielejahr 2024

X30 C64 Forever

Altmeister
Und wieder nähert sich ein weiteres Spielejahr dem Ende zu. Ein guter Zeitpunkt, um mal wieder auf die Highlights des vergangenen Jahres zurückzublicken :)

Fangen wir mal beim Spiel des Jahres an

Auf Platz 1 landet bei mir Metaphor: Re Fantazio. Hier hat Atlus einfach mal wieder abgeliefert. Manch einer bezeichnet es ja als Persona Light, was vielleicht für die fehlenden Romanzen gilt, ansonsten ist das aber ein absolut gleichwertiges JRPG zur Persona Reihe mit einem (für mich sogar noch mehr) interessanten Setting, guten Charakteren und enormen Umfang. Die Reise des Hauptprotagonisten inklusive seiner Begleiter hat mich nach etwas langsamen Start mehr und mehr gefangen. Dazu kommt, dass das Spiel praktisch fehlerfrei vom Releasezeitpunkt an war, ich hatte zumindest in meinen über 120 Spielstunden keinen Abstzurz. Gut lesbare Texte, genialer Soundtrack. Top.

Knapp dahinter reiht sich Dragons Dogma 2 ein, welches quasi eine konsequente Weiterentwicklung des ersten Teils ist. Das mag manchem ein wenig zu old-schoolig gewesen sein, ich hatte aber genau sowas erhofft. Die zweite Hälfte mit dem Wüstensetting hat mir nicht ganz so zugesagt, ist aber natürlich Geschmackssache. Allgemein hoffe ich einfach auf ein ähnlich gutes Add-On wie beim ersten Teil. Die Diskussionen mit den kaufbaren Inhalten direkt nach Start und den darauf folgenden Shitstorm hätte man sich bei Capcom aber sicher sparen können. Notwendig sind diese kaufbaren Inhalte nicht, im Gegenteil, sie nehmen dem Spiel eher was vom Spielsspaß weg.

Platz 3 geht an Indiana Jones und der große Kreis. Welches ich zugegebenermaßen noch nicht abschließend bewerten kann, da ich noch nicht weit genug bin. Das was ich bisher aber gesehen habe, lässt mich absolut begeistert zurück; ein purer Fanservice für Liebhaber der alten Indiana Jones Filme. Ich war hier bei Ankündigung noch sehr skeptisch bezüglich der Ego-Perspektive, die im Spiel aber - auch dank immer mal wieder Wechselns in die 3rd Person Sicht - absolut gut funktioniert. Ich hätte gerne mehr davon...Bethesda kann sich da gern auch Indiana Jones and the Fate of Atlantis nehmen (was man immerhin weiterhin via Antstream in der Amiga Version spielen kann) und das entsprechend umsetzen :D

Knapp außerhalb der Top 3:

Final Fantasy VII Rebirth: Ein absolutes Topspiel mit viel Umfang und Fanservice für Fans des Originals. Aber halt wieder nur ein "Teil" des Ganzen. Natürlich ist das dennoch ein vollwertiges Spiel, keine Frage. Ein wenig hat man mir den Teil aber zu sehr auf "muss witzig" werden rübergetrimmt; gerade im Bereich der Costa del Sol fand ich das wirklich übertrieben und eher nervig.

College Football 25: Endlich mal wieder ein College Football spiel, in dem ich mein favorities PSU Team selbst steuern darf. Es spielt sich in meinen Augen besser als das "große" Madden, die Stimmung kommt hier einfach dank der Collegebands und der Aufmachung einfach noch besser rüber.

Unicorn Overlord: Ein weiteres tolles Spiel von Atlus, diesmal im Taktikbereich. Eines der wenigen Spiele, in denen ich tatsächlich mal 100% Gamercore erreiche..aber hier wollte ich wirklich alles erkunden.


Weitere Highlights waren bei mir eher im Indie- und Remakebereich zu finden, so beispielsweise To the Moon, welches eine wirklich schöne, intensive Geschicthe erzählt..auch wenn es eigentlich schon über 10 Jahre als ist, jetzt aber erst auf Konsole veröffentlicht wurde. Oder das Dragon Quest III Remake, welches auch heute - dank einiger Komfortfunktionen - noch sehr gut spielbar ist. Auch Drova sieht bisher sehr interessant aus.


Bei den Spielen wars eng, dafür darf sich Atlus mit einigem Abstand meine Empfehlung als Softwarehaus des Jahres einheimsen. Persona 3 Reload, Unicorn Overlord, Shin Megami Tensei V: Venegance, Metaphor: Re Fantasia.. das sind allesamt klasse Spiele und von Beginn an spielbar. Ohne Gamebreakingbugs oder Abstürze, dafür mit einer immensen Menge an Spielspaß.

Gespielt wurde dieses auch auch hauptsächlich wieder auf der Series X. Den zweiten Platz nimmt die PS5 ein, ein wenig noch das SteamDeck und die Switch kam eigentlich gar nicht mehr zum Einsatz. Dafür hat die PS5 mir hinsichtlich Retailkäufen immer mehr hinzugewonnen; allein schon deshalb, weil es einige Spiele ja gar nicht mehr als physische Version für die Xbox gibt, Fantasian - Neo Dimension sei da mal als Beispiel genannt. Allgemein ist der Hauptteil meiner gekauften Spiele inzwischen aber digital.

Wo es da in Zukunft hingeht, bleibt abzuwarten. Als reiner Konsolenspieler im stationären Betrieb liegt da mein Hauptaugenmerk und da zieht Microsofts aktuelle Xbox Konsolenstrategie bei mir nicht mehr. Stand jetzt wäre meine nächste Konsole eine Playstation.

Dabei findei ich Microsofts Strategie per se nicht verkehrt. Spiele werden immer aufwendiger und dauern entsprechend länger in der Entwicklung, kosten also auch mehr. Das muss man irgendwie auffangen, und da ist dann die Frage, ob man sich Exclusives noch leisten kann. Ich bin da eh kein Freund von. Dafür hat man gerade im Konsolensektor bei Microsoft auch eine viel zu geringe Verbreitung. In wieweit man das über die neue "das ist alles eine Xbox" Strategie wettmachen kann, bleibt abzuwarten.

Faktisch bringt man aktuell bei MS aber keinerlei Anzeichen, die eigene Konsole noch irgendwie zu vermarkten bzw. zu stärken, der Fokus geht immer weiter auf PC und Online. Und sicher zieht man auch keine potenziellen Käufer an, wenn man seine großen, ehemaligen Exklusivtitel wie Indiana Jones oder Outer World 2 bei jeder größeren Gameshow dann direkt als "auch für Playstation" deklariert. Wenn ein Phil Spencer meint das der Konsolenmarkt stagniert, dann hat er da sicher nicht ganz unrecht. Aber nur auf den Gamepass zu setzen, um da Neukäufer zum Kauf einer Series Konsole zu animieren, ist zu dürftig. Und auch wenn man weiterhin eine weitere Konsolengeneration bestätigt, ich seh das bei der aktuellen Strategie nicht wirklich. Die Frage ist dann auch, was will man Neukäufern denn dann für Anreize bieten?

Das hat die Konkurrenz in meinen Augen besser gelöst. Auch bei Sony hat da ein Umdenken stattgefunden, deren Exklusives gibt auch schon nach meist einem Jahr auf PC. Aber halt auch nur da. Das kann man sich aktuell leisten, da im Konsolensektor nun mal eine viel größere Userschaft unterwegs ist. Und man selbst in Jahren wie diesen, wo man selbst eigentlich gar keine Exklusives hatte, auf Drittanbieter setzen kann; sei es Silent Hill...oder halt auch die Spiele von Microsoft.

In der aktuellen Konsolengeneration wird das bei mir keine Auswirkungen mehr haben. Solang die für mich interessanten Spiele auch auf der Xbox Konsole kommen, wird da gespielt. Bei den Retailfassungen werden ich aber weiter in Richtung PS gehen und dort auch einige Spiele in Sales nachkaufen. Weil ich da aktuell eher meine Spielezukunft sehe.


Kommen wir mal zu den Enttäuschungen des Jahres...und da ist auch Microsoft ganz vorne. Als erstes wäre da das Fallout 4 - Next Gen Update zu nennen. Warum man hier im Gegensatz zu Skyrim nicht auch auf den neuen Creation Store gesetzt hat, bleibt mir schleierhaft. Denn auch Fallout 4 ist weiterhin sehr beliebt, hatte gerade durch die erfolgreiche TV Serie auch noch mal ordentlich Rückenwind bekommen. Stattdessen bringt man eine grafisch und technisch leicht verbesserte Variante heraus (die aber auch vorher schon einen Boost hatte), welche dafür in einigen Sachen (V.A.T.S.) weiterhin fehlerbehaftet ist und leider nicht viel Neues bietet.
Da wäre einfach mehr drin gewesen. Die Bethesda Spiele haben über viele Jahre hin eine große Beliebtheit, und das liegt auch oftmals an den Moddern, wie Bethesda ja auch selbst sagt. Hier wäre weitaus mehr drin gewesen.

Der Starfield DLC war in Ordnung, viel mehr aber auch nicht. Nach wie vor wiederholen sich die Planetenmissionen und Gebäudestrukturen zu oft, was mich einfach immer wieder aus dem eigentlich wirklich richtig guten Spiel rausnimmt. Auch hier werden es die Modder wieder richten und interessante Zusatzinhalte anbieten, dessen bin ich mir relativ sicher.

Beim Microsoft Flight Simulator hat man hingegen den Vogel abgeschossen. Nachdem ich das Spiel auch fünf Tage nach Release nicht spielen konnte, weil es sich wieder irgendwo aufgehangen hat, war bei mir das Interesse dahin. Es mag schön sein, dass sich die Entwickler da sehr schnell gemeldet und erklärt haben..es bringt mir als Spieler nun aber nix. Und Werbung für Xbox so tolle Onlineservices und cloudbaiserte Lösungen war das auch nicht. Der Microsoft Flight Simulator ist eine tolle Software und ich finde es absolut faszinierend, was heutzutage alles möglich ist. Und sicher wir das Spiel auch nach diesem desaströßen Start seine Fans finden. Und klar, Spiele laufen heuzutage am Day One selten optimal...aber das war schon eine ganz neue Stufe.


Was gabs sonst noch so? Bei mir zumindest viel altbewährtes. Civiliazation 6 war wieder das meistgespielte Spiel dieses Jahres bei mir, auch Stardew Valley, Fallout und Skyrim standen recht hoch im Kurs. Spiele, in welche ich mich immer wieder vertiefen kann. Dazu gabs die klassischen FF Teile nun endlich auch auf der Xbox und natürlich so Remakes wie Dragon Quest III..für mich als Retrofan eine Wonne :) Anstream ist inzwischen auch ein treuer Spielekandidat geworden; der Onlineservice läuft stabil und gerade zu Ende des Jahres haben es einige wirklich gute Klassiker ins Programm geschafft.

Bleibt noch der Ausblick aufs nächste Jahr: GTA VI ist ja in aller Munde, ich freue mich aber vor allem auf Avowed, Atomfall und Mafia - The old Country. Gespannt bin ich, wie das neue Civilization sich so macht; ich bin da bei den bisherigen Ankündigungen etwas vorsichtig, im Februar werden wir dann ja mehr wissen :)
Ich fand einen "Like" hierfür zu wenig! Daher hier noch mal ein "Danke" für diesen super Thread und den sehr informativen Post! Ganz toll!!

Da ich mich beruflich verändert habe, hatte ich auch in diesem Jahr wieder viel zu wenig Zeit zum Zocken. Ich hoffe, dass das aber nun der Vergangenheit angehört! Die nächsten Jahre sind hoffentlich chilliger und "spieliger"! Viel Aktuelles habe ich - wie immer - nicht gezockt, stattdessen viele alte Kamellen und Remakes.

Wenn ich mal auf die Systeme schaue, dann stelle ich fest, dass ich meine PS5 in 2024 tatsächlich nur für ein Spiel gebraucht habe...🫣 Ansonsten war die nie an. Liegt weniger am System, sondern eher daran, dass ich noch ein Gamepass-Abo laufen habe und daher hauptsächlich auf der Series X gespielt habe. Jetzt zum Ende des Jahres war ich fast ausschließlich nur noch auf dem Steam Deck unterwegs. Und ich merke, selbst wenn ich in meinem Gaming-Zimmer sitze und eigentlich auf dem 65 Zoll-TV zocken könnte, mache ich doch noch lieber das Deck an... Bin mal gespannt, ob sich das irgendwann gibt. Das Steam Deck ist auf jeden Fall für mich DIE Neuanschaffung des Jahres!

Ich habe trotz aller Zeitprobleme einige Spiele gezockt, die wirklich richtig gut waren: Pillars of Eternity gehört dazu (auch, wenn ich noch nicht durch bin), der Crime Scene Cleaner, der Powerwash Simulator, den ich in diesem Jahr auch noch auf der PS5 (ja, das war das EINE Spiel) und dem PC auf 100 % gebracht habe, oder auch Diablo 4 (auch wenn es wenig "nachhaltig" war). Das beste (moderne) Spiel des Jahres war aber das Dead Space-Remake! Ein wirklich durch und durch fantastisches Spiel! So sollten alle Remakes aussehen!

Wenn ich jetzt aber mal zurückdenke, bei welchen Spielen ich in diesem Jahr am meisten Spaß hatte, muss ich einige Oldies nennen. Hintergrund ist, dass wir es in diesem Jahr gleich drei mal geschafft haben, uns in unserer alten Freundesgruppe zusammenzufinden, um längst vergessene Spieleperlen zu zocken. Normalerweise ist es immer schon ein Erfolg, wenn wir uns im Jahr nur einmal treffen können. Daher folgen nun meine Top 5 des Jahres 2024:

1. Winter Games (C64, mit neuem Bob-Rekord 😁) bzw. Dead Space-Remake
2. North & South (Amiga 500)
3. Kick-Off (Amiga 500)
4. Wizball (C64)
5. The Great Giana Sisters (C64, das hab ich nur solo gespielt, aber ich habe es zum ersten Mal durchspielen können 😍)

Das war mein Spiele-Jahr, das noch nicht ganz vorbei ist, denn ich auf dem Steam Deck spiele ich zurzeit noch The Last of us, das natürlich auch einen der vorderen Plätze belegen könnte (wenn ich es mitzählen würde). Ich hoffe, im nächsten Jahr auch mehr aktuelle Titel spielen zu können. Ich verabschiede mich mit etwas Weihnachts-Mucke:

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AlterZockherr

liebt 4k/60fps Gaming
Für mich gilt für 2024 was im Prinzip auch für die Jahre davor für mich galt, dass mich nämlich die ganzen Triple A Produktionen zunehmend komplett kalt lassen, was übrigens genauso auch auf den Bereich Filme bzw. Kino zutrifft. Diese ganzen aalglatten Produktionen gehen mir einfach nur noch auf den Senkel. Dann zocke ich viel lieber sowas wie Dead Cells und andere Indies, die sich noch was trauen und wo ich nicht mit diesen neuzeitlichen Stereotypen gequält werde. Darüber hinaus wird zwischendurch immer wieder mal ein Emu angeworfen und der ein- oder andere Klassiker gezockt. Nintendo allein bietet mir hier schon Stoff bis zum Lebensende!

Apropos Nintendo: Hier bin ich tatsächlich sehr auf die Switch 2 gespannt. Ob ich mir die holen würde, das weiß ich noch nicht und wahrscheinlich wäre es auch dumm von mir. Aber wenn was neues von Nintendo kommt, dann spitze ich grundsätzlich die Ohren.

Gezockt habe ich 2024 fast ausschließlich auf PC bzw. ein bisschen Steam Deck. Überhaupt hat Steam bei mir alle anderen Plattformen komplett abgehängt. Ich mag eigentlich auch nichts mehr anderes. Meine PS5 fristet weiterhin ein absolutes Nischendasein.

Meine meist gezockten Spiele 2024 waren also das erwähnte Dead Cells, sowie Pinball FX3 bzw. Pinball FX. Momentan ist noch Sky Force Anniversary hinzugekommen, das ich nun zum zweiten Mal zocke. Dazwischen diverses angefangen, aber nie wirklich hängengeblieben. Ach ja, ein paar Stunden habe ich wieder in Civilization VI investiert, aber nicht übermäßig viel. Hier bin ich aber tatsächlich sehr gespannt auf den Nachfolger. Genauso könnte auch das neue Anno 117 nach meinem Geschmack sein, aber leider Ubisoft!

Ansonsten gibt es halt kaum Titel, die mich noch hinterm Ofen hervorlocken. Vor allem mit Open World kann man mich mittlerweile jagen und zu den Triple A Produktionen habe ich mich ja schon geäußert.

Maßlos enttäuscht bin ich u.a. auch von Microsoft. 2024 war für die ja sowas wie ein Offenbarungseid. Zumindest als Konsolenhersteller. Hardwaretechnisch bedenklich ist leider auch die Entwicklung auf dem Grafikkartenmarkt. Die Dinger werden immer größer, immer stromfressender und natürlich auch immer teurer. Wie gut, dass ich mich vor ca. 3 Jahren für einen neuen PC mit einer 3080 entschieden habe. Der wird mir auch die kommenden 3 Jahre noch gute Dienste leisten.

Super finde ich auch meinen neuen Gaming-Fernseher, einen LG Oled C2 mit 65 Zoll. Nie war Zocken bei mir schöner!

Fazit:

2024 war für mich ein schwaches Jahr, was hauptsächlich meinem Desinteresse an neuen Titeln geschuldet war. So 3-4 Titel wie bspw. Baldurs Gate 3 werde ich aber sicherlich noch nachholen. Im kommenden Jahr bin ich sehr auf die neue Switch gespannt. Außerdem mal schauen, ob da für mich noch was interessantes für die PS5 kommt, oder ob ich das Ding nicht lieber an jemanden weitergebe, der es auch zu würdigen weiß. Ach ja, Astro Bot fand ich eigentlich ganz knuffig und das könnte einer der Titel sein, die ich mir im kommenden Jahr mal vornehme. Ich hoffe aber natürlich, dass es 2025 noch diverse Überraschungen geben wird die auch mal wieder etwas Begeisterung in mir auslösen. Davon gab es bei mir 2024 definitiv zu wenig.
 

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Ich war mit meiner 2024er Liste eigentlich ganz happy und sie stand auch größtenteils im Zeichen der JRPGs. Neben aktuellen Hits wie Persona 3 Reload, Metaphor, SMT V:V oder das Romancing SaGa 2 Remake, habe ich auch ganz große Klassiker wie Persona 4 Golden, Ys VIII: Lacrimosa of Dana oder Tales of Berseria nachgeholt (und auch Persona 5 zum dritten Mal angefangen und wieder abgebrochen, haha). Als Serie sei außerdem die ganzen Atelier-Spiele erwähnenswert, die ich dieses Jahr - von Rorona über Sophie bis Ryza - nachholte. Metaphor Refantazio ist auch persönlich mein Spiel des Jahres. Zusammen mit weiteren Zeitfressern wie bspw. Pathfinder: WotR ist es am Ende auch nicht verwunderlich, dass ich die 52-Game-Challenge nicht erfolgreich abschließen konnte.

Außerhalb der (J)RPG-Genre hat mich insbesondere Balatro als Indy-Überraschungshit abgeholt. Auf der Switch ideal für Zwischendurch war dies eigentlich der ganze Sommer über mein Go-To-Spiel für Zwischendurch, wie auf Zug- oder Autofahrten und hat mich auch im Urlaub gut unterhalten. Aber auch Cuisineer ist hier erwähnenswert, quasi mein Indy-Überraschungshit der unter dem Radar flog und den wohl auch vermutlich eher die wenigsten kennen.

Sportspiele kamen dieses Jahr eher kurz und auch Action-Spiele standen nur selten auf der Liste, erwähnenswert ist hier aber auf jeden Fall Warhammer 40k: Space Marine 2 das mich neben der bombastischen Kampagne auch im Multiplayer gut unterhalten hat. Ansonsten war Multiplayer-Technisch bei mir tatsächlich eher weniger los, ab und an eine Runde 100% Orange Juice um Events zu grinden gab es aber auch in diesem Jahr.
 

Ryze

Pförtner des Altenheims
Sponsor
Mein Gaming-Jahr 2024 – Ein Jahr des Umbruchs

Das Jahr 2024 war für mich ein echtes Wendepunkt-Jahr in Sachen Gaming. Bis Anfang des Jahres war ich überzeugter Konsolenspieler und wollte sogar versuchen, unterwegs mit der PlayStation Portal in der S-Bahn zu spielen, um die Pendelzeit zur Arbeit sinnvoll zu nutzen. Leider hat das in der Praxis nicht so zuverlässig funktioniert, wie ich es mir erhofft hatte.

Daraufhin begann meine Suche nach Alternativen – und dabei bin ich auf das Steam Deck gestoßen. Nach kurzer Überlegung habe ich mir direkt die 1TB OLED-Version bestellt. Schon beim ersten Einschalten war ich begeistert: Auspacken, starten, loslegen – genau diese Einfachheit hat mich sofort überzeugt.

Im März habe ich mich dann intensiver mit PC-Gaming beschäftigt und festgestellt, wie sehr sich die Szene in den letzten 20 Jahren verändert hat. Früher empfand ich PC-Gaming als kompliziert, mit aufwendiger Treibersuche und vielen manuellen Einstellungen. Heute? Automatische Treiber-Updates, einfache Controller-Integration, reibungslose TV-Anbindung – die Einstiegshürden sind quasi verschwunden.

Im April habe ich schließlich einen eigenen Gaming-PC zusammengestellt, die Komponenten bestellt und ihn selbst zusammengebaut. Der Zusammenbau hat erstaunlich gut funktioniert, und der erste Start war ein voller Erfolg. Windows, Treiber und die nötigen Programme waren schnell installiert, und ich konnte direkt loslegen.

Eines meiner ersten Spiele war Cyberpunk 2077, und der Unterschied zur Konsole war beeindruckend: bessere Grafik, flüssigeres Spielerlebnis und insgesamt ein ganz neues Niveau. Besonders praktisch: Dank Steam Cloud konnte ich meinen Spielstand vom Steam Deck übernehmen und nahtlos weiterspielen.

Im August dachte ich, mit einem ROG Ally noch flexibler zu sein, vor allem bei der Auswahl und Installation von Spielen. Nach ein paar Monaten habe ich jedoch gemerkt, dass mir das Steam Deck letztendlich doch besser liegt. Im Dezember bin ich daher wieder komplett darauf umgestiegen.


Rückblickend kann ich sagen: 2024 war das Jahr, in dem ich mich vollständig im PC-Gaming etabliert habe. Nach über 20 Jahren auf Konsolen habe ich die Vorteile des PCs für mich entdeckt – von der Performance bis hin zur Flexibilität. Das Steam Deck bleibt für mich die perfekte Ergänzung, wenn ich unterwegs bin.
 
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