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Cattle Country

Cattle Country
Firmen
Castle Pixel, LLC., Playtonic Friends
Genres
Role-playing (RPG), Simulator, Adventure, Indie

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
Genre: Life/Farming Sim
Plattform: alle gängigen
Preis: ca. 25 Eur
Homepage / Steam Link


Beim seit kurzem erhältlichen Cattle Country handelt es sich um einen weiteren Ableger aus dem Farming Sim Bereich. Seit Stardew Valley kommt da ja so einiges und Cattle Country kommt dem zumindest von der Aufmachung her schon recht nahe.

Während Stardew Valley in der aktuellen Zeit spielt und Roots of Pacha in der Steinzeit, entführt uns Cattle Country in ein Wild Western Szenario zum Ende des 19. Jahrhunderts. Das Land ist noch von großem technischen Fortschritt verschont und lockt mit größtenteils unberührter Natur,die im Gegensatz zu den ein wenig groben Charaktermodellen auch ziemlich detail verliebt ist.

Spielerisch ändern sich zu anderen Genrevertretern eher Nuancen. So ist beispielsweise die Jagd optional mehr vertreten, zudem bewegt man sich hier im Bergbaubereich in einer voll mit Bodenschätzen gefüllten 2D Mine, welche man aus der Seiteansicht sieht.

Ansonsten gilt aber: Neues Setting, größtenteils gleiche Soielelemente. Ob Kochen, Farmen, Tiere züchten, Minispiele, Freundschaften pflegen, Angeln und Romanzen, in allen Bereichen nimmt sich Cattle Country da nicht viel zu anderen Vertretern. Dafür gibt's hier noch Banditen und eine wehrhafte Natur.


Erstes Zwischenfazit nach 8 Stunden: Cattle Country macht durchaus Spaß. Die Steuerung funktioniert gut, einige nette Minispiele, gut lesbare deutsche Texte, das passt soweit alles. Spielerisch sollte man jetzt aber keine großen Neuerungen erwarten.

Wo noch ein wenig getan werden muss, wäre im Bereich Balancing und Soziales. Gerade da gibt sich das Spiel bisher nämlich im Vergleich zu anderen Vertretern etwas wortkarg. Bei Stardew Valley wachse ich in die Gemeinschaft rein, hier kommen mir die Personen einfach fremd vor,da (bisher) weit weniger Interaktionen mit diesen gegeben ist. Auch die ersten allgemeinen Quests gehen eher in Richtung sammle/jage so und so viel in steigender Zahl. Große Events mit den 22 NPCs konnte ich bisher nicht finden, was allerdings auch daran liegen kann, dass man weitaus länger benötigt um bei denen im Freundschaftslevel aufzusteigen.

Wo hingegen man in den Bereichen teils sehr schnell (Sammeln), teils eher langsam (Fischen) aufsteigt. Die Übersichtskarte ist eher eher rudimentär und bietet kaum Anhaltspunkte..dafür weiß man direkt alle Lieblingssachen der Bewohner, ohne überhaupt mit diesen gesprochen zu haben.

Gerade in Social Bereich wäre also etwas mehr Events mit den NPCs, mehr Interaktion wünschenswert. Das kann noch kommen, klar, bisher liegt es in dieser Hinsicht aber wlnocj hinter Stardew und Roots of Pacha.

Dennoch, wer diese Spiele mag, der wird auch hier seinen Spaß haben. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler weiter dran bleiben :)

Zumindest im Xbox Store gibt's auch eine Demo zu dem Spiel, bei den anderen Plattformen habe ich es nicht geprüft.
 

Semi Silesian

Oller Schafskopp
Das hört sich interessant sein und könnte was für mich sein,da ich Farmspiele sehr mag.
Und der Preis ist zudem recht günstig,um nicht zu sagen : Senioren-Kompatibel
 

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
Der Titel weiß tatsächlich gut zu unterhalten :)

Bin jetzt im Winter des ersten Jahres angekommen. Ohne hier natürlich zu viel zu spoilern, allgemein ist es hier etwas wichtiger als bei Stardew Valley, sich mit den Bewohnern anzufreunden. Die haben teils gute Herstellungsrezeote mit steigender Freundschaftsanzahl in petto. Allerdings steigen die Herzen hier im Vergleich zu Stardew langsamer an, gerade wenn man nicht gerade eines der Lieblingsgeschenke gibt.

Die Freundschaften und Erkunden der Spielwelrt und des Dorfes sind hier aber auch hinsichtlich Quests lohnenswert. Allgemein bietet da Cattle Country anfangs eher weniger Quests und dann meist auf eine bestimmte Menge basierend. Weitere Quests erhält man aber halt auch durch das Steigern der Freundschaft mit Dorfbewohner, aber auch durchs entdecken. So gibt es beispielsweise einen Weinclub. Um dem beizutreten, muss man aber erstmal entdecken das es einen gibt. Aktuell fährt an einem Tag der Woche auch ein Zug an der Stadt lang, bei dem man, wenn man rechtzeitig ist, gern mal Güter mitnehmen kann (bleibt abzuwarten, ob das nicht eher ein Bug ist).

Die Spielmechaniken funktionieren recht gut, ich sehe aber durchaus Verbesserungspotenzial. Einerseits bei den Verkaufspreise, wo gerade die angepflanzten Sachen im Vergleich zu den ersten Tierprodukten recht unaisgeglichen sind. Oder das man beim Mining deutlich schneller auflevelt als in andern Bereichen.

Das lässt sich sicher noch optimieren. Hinzu kommen, zumindest auf Konsole, noch der ein oder andere Bug. In meinem Fall funktionierte das Umstellen eines Gebäudes nicht richtig und Items wurden für eine Quest nicht gewertet. Positiv anzumerken ist, dass der Entwickler auf Anfragen via Steam sehr schnell reagiert. Ein Patch hierfür ist bereits im Zertifizierungsprozess und mit Glück heute oder morgen verfügbar.

Wer eine Alternative zu Stardew Valley sucht, der könnte grundsätzlich hier fündig werden. Es bietet zwar (noch) nicht den Umfang des augenscheinlichen Vorbilds, allerdings ist Stardew Valley ja mit auch erst durch regelmäßige Content Updates so groß geworden.

Ob das hier der Fall sein wird bleibt abzuwarten, da der Publisher am Tag nach der Veröffentlichung erstmal Mitarbeiter Entlassungen angekündigt hat. Entwickler selbst ist zwar ein anderes Team, aber sowas kann durchaus negative Auswirkungen haben, bestes Beispiel wäre recht aktuell Sunnyside, welches wohl auf Konsolen weiterhin fasr unspielbar bleibt.

In dem Zustand ist Cattle Country zum Glück nicht :) Abseits der erwähnten Bugs ein wirklich spaßiger Vertreter seiner Art, bei dem gerade hinsichtlich Quests noch mehr kommen darf :)
 
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