Er sagt ja mehrmals, dass er das nur macht um zu beweisen, dass es noch Noobs gibt. Wird ja immer gern der Spruch gebracht, dass es die nicht mehr geben würde. Die Spieler sind ja angeblich alle besser geworden. Was Quatsch ist. Es gibt so viele Causual Gamer wie noch nie. Gaming ist geradezu explodiert. Aber Activision denkt, dass ohne SBMM die Einnahmen wegbrechen. Es geht im Grunde auch nur darum, dass man einen Mix aus unterschiedlichen Spielern in der Lobby hat. So wie früher. Jetzt spielt ja jeder gegen eine exakte Kopie seiner selbst. Man bekommt Gegner, die den gleichen Spielstil haben, die gleichen Waffen nutzen, usw.... .
Was gibt es denn da zu beweisen? Die meisten seiner Zuschauer wissen das doch bereits, denn sie spielen in Lobbys mit schwachen Spielern.
Es läuft doch so: Der Lieblings-Influencer regt sich in seinen Videos über SBMM auf, weil SBMM ihn daran hindert, Videos zu produzieren in denen er andere platt macht, also Videos, mit denen er seinen Lebensunterhalt verdient. Seine Fans plappern ihm nach, denn wenn's mal wieder Scheiße läuft, dann haben sie damit eine Rechtfertigung parat.
Call of Duty ist kein Dark Souls. Call of Duty ist der einsteigerfreundlichste, der einfachste, der dümmste Shooter auf dem Markt und jeder neue Ableger immer dann das beste Call of Duty, wenn man alles niedermäht, und immer dann das schlechteste, wenn man niedergemäht wird.
Jetzt ist es aber so, dass diese richtig guten und schlechten Spieler in ihren eigenen Lobbies spielen. Die Noobs können kaum besser werden, weil sie nur gegen ihresgleichen spielen und die guten Spieler müssen um die Ehre ihren verstorbenen Vorfahren und ihr eigenes Leben schwitzen.
Streamer/Influencer, also die, die meistens zu den besseren Spielern gehören, fahren gerne die "Denkt doch an Noobs!"-Schiene. Da wird dann argumentiert, dass schwächere Spieler wegen SBMM ja nie besser werden können. Hört sich so schön pädagogisch an...ist aber Quatsch. Die meisten Leute werden automatisch besser, wenn sie regelmäßig spielen. Dadurch treffen sie mit SBMM zwangsläufig irgendwann auf gute/bessere Spieler. Und diejenigen unter ihnen, die lediglich Gelegenheitsspieler sind, wird es kaum stören gegen Spieler auf ihrem Niveau zu spielen.
Früher zu Hochzeiten von COD gab es kein SBMM und es waren auch über eine Million gleichzeitig (vielleicht auch auf einen Tag verteilt) aktiv. Das ohne SBMM keiner mehr spielen würde ist Quatsch. Im Gegenteil, die Spielerzahlen sinken ja kontinuierlich. Außer die Einnahmen, die steigen. Dank der manipulativen und süchtig machenden Mechaniken, die in dieses Spiel eingebaut werden. Diese Scheiße kann man als normal denkender Mensch eigentlich nur boykottieren.
COD kam früher auf diese Million, weil es so gut wie konkurrenzlos war. Seit Jahren dominieren aber andere Online-Spiele, auch andere Arten von Shootern; Arcade-Shooter wie COD sind irrelevant geworden. Dass Spielerzahlen kontinuierlich sinken, ist da wenig verwunderlich.
Ich kann deswegen schon verstehen, warum man ein SBMM-System ins Spiel gepackt hat. COD ist eine Anomalie und die Macher werden natürlich alles daran setzen, dass es erfolgreich bleibt. COD war zwar schon immer der casual-igste Shooter auf dem Markt, aber heutzutage zocken viel mehr Leute und es kommen immer mehr dazu, die noch nie einen Shooter gespielt haben. Da will man natürlich sicher gehen, dass Chantal (8 Jahre), die zuvor nur Angry Birds gedaddelt hat, und Hans-Walter (80 Jahre), der sonst nur Kniffel spielt, auch Erfolgserlebnisse feiern können.
Auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt anhöre, als würde ich SBMM gut finden: Nein, tue ich nicht.

Ich würde grundsätzlich befürworten, dass Matchmaking-Systeme mit Ranked-Mechaniken nicht in Casual-Modi implementiert werden sollten. Es gibt aber Schlimmeres als mit Spielern des gleichen Niveaus zu spielen, und das ist eben der ganze Mist, der im Falle von COD mit solch einem System einhergeht, der Mist, auf den Haptic Rush in seinem Video eingeht.