Mein Ersteindruck ist überwiegend positiv. Die Kampagne fühlt sich tighter und erwachsener an, weniger nach der Ballerbude alter Tage und weniger
Action Adventure als die letzten Spiele, dadurch aber auch etwas abwechslungsarm.
Gewalt kam bisher wohldosiert, das Gameplay ist allgemein taktischer; die ersten zwei Stunden zum Beispiel fühlten sich für mich nach Clean House - Das Spiel an. Ich komme mir bisweilen vor, als wäre ich Teil einer stark inszenierten Serie.
Leider ist die Geschichte bisher richtig schwach gewesen, selbst für Call of Duty-Verhältnisse. Das hat sich doch jemand an einem Abend zusammengeschrieben.

Ich hoffe, da kommt noch was. Außerdem ist der Antagonist blass und klischeehaft, was natürlich nicht sonderlich überraschend ist, mir hier aber trotzdem ärgerlich aufstößt, denn MW2019 hatte immerhin halbwegs charismatische Widersacher. Richtige Highlights gab es für mich in der Kampagne bisher leider nicht, aber mich spricht der Spielfluss an. Das Spiel fühlt sich für mich weniger gehetzt an als das typische Call of Duty.
Technisch ist das Spiel solide, aber leider kaum eine Weiterentwicklung und in manchen Bereichen sogar ein Rückschritt. Stört mich nicht weiter, da ich mich nach den Trailern und der Beta bereits darauf eingestellt hatte. Was mich aber stört, ist der Soundtrack, denn der plätschert hier leider nur vor sich hin, Hintergrundmusik halt. Die Musik des Vorgängers war eindringlicher und wurde viel besser eingesetzt als hier, imo.
Ich freue mich auf jeden Fall darauf mehr von der Kampagne zu spielen, hoffe aber, dass da noch Sachen kommen, die mich richtig beeindrucken, denn das, was ich bisher gespielt habe, war zwar durchweg gut, aber zu keinem Zeitpunkt herausragend.