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Mir geht das Streamlinen der heutigen Spiele auf den Sack. Jeder soll alles spielen können, damit ja die Zielgruppe ordentlich breit bleibt. In "Wirtschaftssimulationen" kann man praktisch nicht mehr pleite gehen. In Open-Worlds blinken überall die Questmarker, damit sich auch ja keiner verläuft. Und wer es dann immer noch nicht packt, lässt sich von Youtube die effizienteste Lösung vorlesen. Noch schlimmer sind die Mobile-"Spiele". Zu 90% mit Werbung vollgemüllte Idle-Klicker, die selbst durchschnittlich aufmerksame Schimpansen in ihrer Intelligenz beleidigen.
Das ist nicht erst seit dem letzten Siedler so. Diesen Trend nehme ich schon seit Patrizier 4 wahr.
Könnt ihr euch noch an die Zeiten erinnern, als wir die Handbücher zu den Spielen gelesen und uns Notizen dazu gemacht haben? So ne richtige Einarbeitung in die Materie? War das geil! Damals hatte mein PC einen Bruchteil der Rechenfähigkeiten und Grafikoptionen meines heutigen Handys.
Burntime, Oldtimer, Der Planer, Mad TV ...sowas müsste es doch heute ohne Probleme für Smartphones geben. Ab und zu finde ich auch heute noch so komplexe und unbeachtete (nicht schon in der Presse auf min/max sezierte) Diamanten.
Geht mir persönlich nicht darum auf Leichen zu prügeln!Ich verstehe das natürlich umfassend, dass man eine Extrarunde dreht um auf Leichen einprügeln zu können .... das hebt die Spiele dann in der Tat auf ein neues Niveau.
Und nun mal ganz ohne Ironie:
Es mag teilweise ärgerlich sein, dass Spiele in DE angepasst werden, aber was ich so mitbekommen habe hält sich die Auswirkung doch arg in Grenzen. Insofern kann ich gut damit leben. Die ganze daran hängende Debatte um Bevormundung usw. sehe ich auch nicht so verbissen, auch wenn da für Erwachsene Spieler schon ein wenig Wahrheit dran hängt.
Auf der anderen Seite: Es sind am Ende die Publisher, die die Spiele in DE nicht so wie in AT auf den Markt bringen sondern eben in irgendeiner Art geändert. Natürlich aus monetären Gründen, aber sie sind die letztendlich die Adresse der Kritik.
Da sprichst du mir aus der Seele! Ich kann es auch nicht mehr sehen. Besonders diese ganzen Marker in Open World-Spielen, die aber auch in linearen Spielen immer mehr zunehmen. Da blinkt und leuchtet es auf dem ganzen Bildschirm - von Immersion keine Spur. Glücklicherweise gibt es in einigen Spielen mittlerweile die Option, das komplette Hud auszuschalten. Ansonsten Questmarker überall. Man kann auch quasi nichts mehr falsch machen. Dazu werden Spiele gefühlt von Jahr zu Jahr immer leichter. Der normale Schwierigkeitsgrad heutiger Spiele war vor 20 Jahren noch die "einfache" Einstellung. Stundenlange Tutorien, die einem oft wiederholt alles vorkauen. Das geht soweit, dass du in manchen Spielen vor bestimmten Aktionen sogar eine Aufforderung bekommst, genau jetzt eine bestimmte Taste oder Tastenkombination zu drücken.Mir geht das Streamlinen der heutigen Spiele auf den Sack. Jeder soll alles spielen können, damit ja die Zielgruppe ordentlich breit bleibt. In "Wirtschaftssimulationen" kann man praktisch nicht mehr pleite gehen. In Open-Worlds blinken überall die Questmarker, damit sich auch ja keiner verläuft. Und wer es dann immer noch nicht packt, lässt sich von Youtube die effizienteste Lösung vorlesen. Noch schlimmer sind die Mobile-"Spiele". Zu 90% mit Werbung vollgemüllte Idle-Klicker, die selbst durchschnittlich aufmerksame Schimpansen in ihrer Intelligenz beleidigen.
Das ist nicht erst seit dem letzten Siedler so. Diesen Trend nehme ich schon seit Patrizier 4 wahr.
Könnt ihr euch noch an die Zeiten erinnern, als wir die Handbücher zu den Spielen gelesen und uns Notizen dazu gemacht haben? So ne richtige Einarbeitung in die Materie? War das geil! Damals hatte mein PC einen Bruchteil der Rechenfähigkeiten und Grafikoptionen meines heutigen Handys.
Burntime, Oldtimer, Der Planer, Mad TV ...sowas müsste es doch heute ohne Probleme für Smartphones geben. Ab und zu finde ich auch heute noch so komplexe und unbeachtete (nicht schon in der Presse auf min/max sezierte) Diamanten.
Dein Post erinnert mich daran wie ich früher, was war ich da 13, 14 oder so, mit meinem Kumpel die "Eye of the Beholder" Spiele gespielt habe.Da sprichst du mir aus der Seele! Ich kann es auch nicht mehr sehen. Besonders diese ganzen Marker in Open World-Spielen, die aber auch in linearen Spielen immer mehr zunehmen. Da blinkt und leuchtet es auf dem ganzen Bildschirm - von Immersion keine Spur. Glücklicherweise gibt es in einigen Spielen mittlerweile die Option, das komplette Hud auszuschalten. Ansonsten Questmarker überall. Man kann auch quasi nichts mehr falsch machen. Dazu werden Spiele gefühlt von Jahr zu Jahr immer leichter. Der normale Schwierigkeitsgrad heutiger Spiele war vor 20 Jahren noch die "einfache" Einstellung. Stundenlange Tutorien, die einem oft wiederholt alles vorkauen. Das geht soweit, dass du in manchen Spielen vor bestimmten Aktionen sogar eine Aufforderung bekommst, genau jetzt eine bestimmte Taste oder Tastenkombination zu drücken.
Ich vermute, diese ganze Entwicklung ist auch ein Grund, warum Souls- und Rogue Lite-Spiele so erfolgreich sind. Auch das virtuelle Ableben hat heute in den meisten Spielen kaum noch Konsequenzen. Kann sich noch jemand an Bards Tale erinnern? Wer sich da mal stundenlang durch einen Dungeon gekloppt hat, der auch noch selber kartografiert werden musste, beladen mit Gold und magischen Items, nur um dann oben in der Stadt kurz vor der Adventurers Guild und dem rettenden Save-Button noch von einem Zufallskampf aufgerieben zu werden, der weiß, was Leiden heißt. Ich erinnere mich auch an ein Gothic 2, bei dem man einfach in die falsche Richtung laufen konnte, nur um dann von einem Monster, das zig Level über dem eigenen Level lag, mit einem Schlag platt gehauen zu werden. In Ultima Online stundenlang einen Dungeon gefarmt, nur um dann kurz vorm Recall doch noch einem PK erwischt zu werden? Ja, war halt Pech! Aber wo man heute nichts mehr verlieren kann, kann man umgekehrt eben auch wenig gewinnen.
Ich möchte ja gar nicht die ganz alten Zeiten zurück, als man sich z. B. in Adventures noch in aussichtslose Lagen manövrieren konnte und das erst Stunden später auffiel. Ich glaube, viele hier verbinden mit den alten Spielen auch deshalb so schöne Erinnerungen, weil man sich viel intensiver mit ihnen beschäftigt hat. Ich erinnere mich jetzt noch daran, wie ich im Sommer 91 oder 92 am See saß und mir das 200 Seiten-Handbuch von Secret Weapons of the Luftwaffe reingezogen habe. Die ganze Zeit hatte ich das Gefühl: "Das schaffst du nie! Diese ganzen Knöpfe! Viel zu kompliziert!" Als ich dann die ersten gegnerischen Flugzeuge runtergeholt hatte, hätte man mir das Grinsen aus dem Gesicht meißeln müssen, so habe ich gestrahlt. Kennt noch jemand Xenomorph vom Amiga? Eine Sci-Fi-Rollenspiel.
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Es ist über 30 Jahre her und ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen: Kurz vor Mitternacht, stockdunkel im Zimmer, mein Charakter starrt auf eine Wand, während ich unter dem Leuchten des 30cm-schwarz-weiß-TVs versucht habe, den Level zu kartografieren. Da mache ich dann einen Strich auf das Karopapier und aus dem TV-Lautsprechern kommt das unheimlichste Geräusch, das man sich nur vorstellen kann. Irgendwas hat mich von hinten angegriffen und niedergestreckt. Meine ersten grauen Haare habe ich in dieser Nacht bekommen! Mag sein, dass man heute abgebrühter ist, aber ich glaube, so etwas kommt heutzutage kaum noch vor, da der Bildschirmtod überwiegend keine negativen Konsequenzen mehr hat.
Auch das Internet führt leider dazu, dass man bei Rätseln heute schon nach kurzem Nachdenken die Lust verliert und dann doch schnell googelt. Ich kann mich da leider auch nicht von freisprechen. Was waren das damals noch für Zeiten, als man - wenn man bei einem Spiel feststeckte - gar keine andere Wahl hatte, als auf das Erscheinen der nächsten Power Play oder ASM zu warten und zu hoffen, dass die gewünschte Lösung drin ist. Heutzutage ist alles so schnelllebig geworden, Spiele werden durchgerotzt, weil es ja noch Myriaden anderer Spiele gibt, die man auch zocken könnte. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wie lange es her ist, das der überwiegende Teil mein Freundeskreis das gleiche Spiel gezockt hat. Das muss damals in den frühen 90ern gewesen sein. JEDER hat damals ein Indiana Jones and the Fate of Atlantis gezockt.
Ein weiterer Punkt, der mich schon seit vielen Jahren stört: Der Sound bzw. die Mucke heutiger Spiele. Je mehr man sich Film Scores annähert, desto mehr verliert der Sound eines Spiels den eigenen Charakter und die Eingängigkeit. Ich kann mich spontan an kein Spiel der letzten 10 Jahre erinnern, bei dem mir der Soundtrack noch präsent wäre. Vielleicht Mass Effect in der Legendary Edition noch ein wenig, aber auch nur weil das erst nen Jahr her ist. Ansonsten war das letzte Spiel wohl Portal 1, was aber mehr am genialen Endsong liegt, als an der musikalischen Begleitung innerhalb der Level. Vielleicht liegt es auch daran, dass Spiele allgemein nicht mehr so "arcadig" sind wie früher. Ich würde aber behaupten: Wer früher einen C64 oder einen Amiga hatte, der erinnert sich an die Mucke aus Bubble Bobble, Ghost's n Goblins, Yie Ar Kung Fu, North & South, Wizball, Terra Cresta, Turrican, International Karate +, Paperboy, Out Run, Great Giana Sisters, Last Ninja und wie sie alle heißen.
Wenn ich einmal auf dem Totenbett liege und meine letzte Atemzüge mache, dann werde ich zum Abschied ganz sicher nicht den Soundtrack von God of War, Call of Duty - Modern Warfare 2 oder The Last of Us pfeifen, sondern den von Commando!
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Das ist aber im Gegenzug genau der Punkt den ich heute auch nicht mehr missen möchteIch bin ehrlich gesagt froh, dass Spiele heutzutage nicht mehr so schwer sind wie früher. Ich will beim Spielen einfach nur eine gute Zeit haben und mich nicht an jeder Kleinigkeit abmühen müssen.
Oh ja, Eye of the Beholder 2 - das hat damals mein ganzer Freundeskreis gespielt. Und wir saßen an einer Stelle fest und kamen wochenlang nicht weiter. Da war eine Fallgrube im Boden, die man nicht umgehen konnte. Was haben wir nicht alles probiert. Des Rätsels Lösung war dann hinterher, dass man einfach ein Item über die Grube schmeißen musste. Das ist dann an eine Wand geprallt und auf einer Schaltplatte am Boden gelandet. Darauf ist keiner von uns gekommen.Dein Post erinnert mich daran wie ich früher, was war ich da 13, 14 oder so, mit meinem Kumpel die "Eye of the Beholder" Spiele gespielt habe.
Einer hat gespielt und der andere war die Auto-Map
Was hat man sich da stundenlange, tagelang beschäftigt und wirklich gemeinsam rausgefunden wie es denn nun wo weiter geht.
Das ist aber im Gegenzug genau der Punkt den ich heute auch nicht mehr missen möchte
Heute habe ich keine Zeit und auch gar keine Lust mehr dazu, mich da mit nem Block und Bleistift hin zu setzen um ne Karte zu zeichnen.
Oder, ich ellenlangen Texten zu lesen wie es denn jetzt weiter gehen könnte.
Ich möchte da auch einfach nur noch in Ruhe Abschalten.
Insgesamt finde ich aber, für mich persönlich, je realistischer die Grafik wird, umso weniger bleibt da noch Spielraum für die Fantasie. Das war immer so ein Stück weit die Magie früher. Besonders so der Amiga Grafikstyle bis Mitte der 90er ca.
Wo es mehr und mehr in Richtung 3D ging, lies das für mich immer mehr nach.
Das mag auch der Grund gewesen sein, weshalb ich mich damals bewusst für eine Nintendo Wii entschieden hatte und gegen 360 und PS3.
Nach dem Amiga war das insgesamt meine schönste Zeit zum Zocken.
So Spiele wie ein "Ókami" zum Beispiel. Absolut traumhaft und auf der Wii gleich mehrfach gut mit dem Malen![]()