StephanKo
Kaffeefahrtpendler
System: PC/PS/XBox / Switch (geplant)
Preis: ca 20 EUR
Der neuste Titel von Digital Eclipse in Form Ihrer Golden Series, The Making of Karateka, ist seit dieser Woche auf den oben genannten Plattformen erhältlich.
Zunächst, was meint Golden Series? Hier versucht der Entwickler neben dem Spiel selbst auch eine Dokumentaion mit Hintergrundinformationen, Designstudios, Interview mit den damals am Spiel beteilgten Entwickler, etc.. mit einfließen zu lassen. Karateka ist nun meines Wissens der erste Einzelspieltitel in dieser Form, das gleiche gab es aber schon in der Atari 50th Anniversary Edition.
Karateka selbst ist ein Anfang der 80er Jahre von Jordan Mechner entwickeltes Actionspiel, welches zwar nicht sein erstes, aber kommerziell erfolgreiches Spiel war und das u.a. durch seine Bewegungsabläufes der Karatekämpfer Aufsehen erregte. Ein paar Jahre spätere lieferte Mechner dann noch das wohl auch hierzuland noch bekanntere Prince of Persia ab.
Kommen wir zum Inhalt: Karateka selbst wurde wohl auf zahlreichen klassischen Heimcomputern veröffentlicht, hier erhaltet ihr die emulierten Versionen der Apple II, C-64 und Atari 800 Verisionen des Spiels, einige Prototypen sowie ein Remaster von Digital Eclipse selbst. Zusätzlich sind noch zwei Asteroids ähnliche Spiele von Mechner enthalten, welche zuvor von ihm entwickelt wurden, aber nicht zur Veröffentlichung kamen. Spielerisch komplett verschieden, soll hiermit wohl der Verlauf des seinerzeitigen Collegestudenten Mechners in den Einstieg in die Computer- und Videospielbrache dargestellt werden.
Alle Versionen von Karateka bieten (mal mehr, mal weniger) verschiedene Einstellungsmöglichkeiten für (Grafik, Framerate, Vollbild, TV Darstellung), vom Gameplay her würde ich die heutige Remasterfassung den Klassikern vorziehen.
Daneben gibt es dann noch den Dokumentationsbereich, der einiges Wissenswertes und Interessantes bereits hält. Wie erwähnt finden sich dort Interviews mit den beteiligten Personen, aber auch 3D Verpackungen der Spiele, Korrespondenzschreiben mit dem seinerzeitigen Publisher Broderbound, ein Testbericht, Werbeanzeigen und weitere Gimmicks. Das ganze wird in einer passenden und einzeln unterteilten Timeline präsentiert und lässt sich gut vergrößeren.
Zweifelsohne hat Karateka einen nicht kleinen Einfluss auf die Spieleindustrie der 80er Jahre. Zum Release waren gerade die Bewegungsabläufe der Figuren ihrer Zeit voraus. Heutzutage ist davon natürlich nicht mehr so viel Glanz vorhanden.
Wie damals üblich war auch Karateka eher ein kurzes Spiel, welches durch seine Schwierigkeit entsprechend herausforderner war. So hatte man wohl nur ein Leben zur Verfügung. Hier hilft dann die Remasterdfassung, bei der man sich bis zu 11 Leben einstellen kann...was das Spiel dann aber auch entsprechend leichter macht. Wer damit startet, dürfte nach knapp 25 Minuten bereits das Ende sehen. Und auch von der Abwechlung her waren das damals natürlich andere Zeiten. Im Prinzip lauft ihr mit eurem Charakter von links nach rechts durch drei Levels, tretet oder schlagt eure Gegner mithilfe von je drei unterschiedlichen Varianten und versucht am Leben zu bleiben..thats it.
Selbst in der Remasteredversion ist das Spiel daher eher für Retroliebhaber interessant, zumal die beiden vorliegenden Asteroidsvarianten auch nicht wirklich Mehrwert bieten und wirklich recht dreiste 1:1 Kopien des Vorbilds sind. Dazu kommt dann noch ein recht simples Ballerspiel, welches ich noch nicht erwähnt hatte..aber auch da ist die Luft nach ein paar Minuten raus.
Das ist aber auch nur ein Teil der interaktiven Dokumentation, wie es der Hersteller selbst angibt. Den Dokumentationsbereich selbst fand ich gut gestaltet und es war auch durchaus interessant das ein oder andere Dokument zu lesen. Es gibt auch viele bebilderte Sachen, original Photos von Jordan Mechner aus dieser Zeit, etc.; man hat sich hier durchaus Mühe gegeben. Das ganze ist in Deutsch untertitelt, wobei diese meist das im Dokument beschriebene erklärt, aber keine 1:1 Übersetzung des selbigen abietet.
Bleibt die Frage, lohnt es sich für den Preis? Das ist so eine Special Interest Sache. Interessiert ihr euch für die Hintergründe die zu solchen Klassikern führten und die entsprechende Einblicke bieten, würde ich zu ja tendieren. Vom spielerischen Gehalt ist Karateka heutzutage vielleicht für eine Runde gut, aber wirklich gut spielbar? Eher nicht. Die Remastervariante ist okay, aber spielerisch bleibt es halt ein Spiel aus den Anfängen der Computer- und Videospielindustrie. Jordan Mechner hat das Kampfsystem dann später bei Prince of Persia verfeinert, hier ist es aber wirklich nur laufen, schlagen oder treten, nach hinten ausweichen, ab zum nächsten Gegner. Der Wiederspielwert ist da recht gering, hat man es einmal durch.
Auf der offiziellen Seite bekommt ihr einen ganz guten Eindruck wie das ganze aufgebaut ist
*klick
Preis: ca 20 EUR
Der neuste Titel von Digital Eclipse in Form Ihrer Golden Series, The Making of Karateka, ist seit dieser Woche auf den oben genannten Plattformen erhältlich.
Zunächst, was meint Golden Series? Hier versucht der Entwickler neben dem Spiel selbst auch eine Dokumentaion mit Hintergrundinformationen, Designstudios, Interview mit den damals am Spiel beteilgten Entwickler, etc.. mit einfließen zu lassen. Karateka ist nun meines Wissens der erste Einzelspieltitel in dieser Form, das gleiche gab es aber schon in der Atari 50th Anniversary Edition.
Karateka selbst ist ein Anfang der 80er Jahre von Jordan Mechner entwickeltes Actionspiel, welches zwar nicht sein erstes, aber kommerziell erfolgreiches Spiel war und das u.a. durch seine Bewegungsabläufes der Karatekämpfer Aufsehen erregte. Ein paar Jahre spätere lieferte Mechner dann noch das wohl auch hierzuland noch bekanntere Prince of Persia ab.
Kommen wir zum Inhalt: Karateka selbst wurde wohl auf zahlreichen klassischen Heimcomputern veröffentlicht, hier erhaltet ihr die emulierten Versionen der Apple II, C-64 und Atari 800 Verisionen des Spiels, einige Prototypen sowie ein Remaster von Digital Eclipse selbst. Zusätzlich sind noch zwei Asteroids ähnliche Spiele von Mechner enthalten, welche zuvor von ihm entwickelt wurden, aber nicht zur Veröffentlichung kamen. Spielerisch komplett verschieden, soll hiermit wohl der Verlauf des seinerzeitigen Collegestudenten Mechners in den Einstieg in die Computer- und Videospielbrache dargestellt werden.
Alle Versionen von Karateka bieten (mal mehr, mal weniger) verschiedene Einstellungsmöglichkeiten für (Grafik, Framerate, Vollbild, TV Darstellung), vom Gameplay her würde ich die heutige Remasterfassung den Klassikern vorziehen.
Daneben gibt es dann noch den Dokumentationsbereich, der einiges Wissenswertes und Interessantes bereits hält. Wie erwähnt finden sich dort Interviews mit den beteiligten Personen, aber auch 3D Verpackungen der Spiele, Korrespondenzschreiben mit dem seinerzeitigen Publisher Broderbound, ein Testbericht, Werbeanzeigen und weitere Gimmicks. Das ganze wird in einer passenden und einzeln unterteilten Timeline präsentiert und lässt sich gut vergrößeren.
Zweifelsohne hat Karateka einen nicht kleinen Einfluss auf die Spieleindustrie der 80er Jahre. Zum Release waren gerade die Bewegungsabläufe der Figuren ihrer Zeit voraus. Heutzutage ist davon natürlich nicht mehr so viel Glanz vorhanden.
Wie damals üblich war auch Karateka eher ein kurzes Spiel, welches durch seine Schwierigkeit entsprechend herausforderner war. So hatte man wohl nur ein Leben zur Verfügung. Hier hilft dann die Remasterdfassung, bei der man sich bis zu 11 Leben einstellen kann...was das Spiel dann aber auch entsprechend leichter macht. Wer damit startet, dürfte nach knapp 25 Minuten bereits das Ende sehen. Und auch von der Abwechlung her waren das damals natürlich andere Zeiten. Im Prinzip lauft ihr mit eurem Charakter von links nach rechts durch drei Levels, tretet oder schlagt eure Gegner mithilfe von je drei unterschiedlichen Varianten und versucht am Leben zu bleiben..thats it.
Selbst in der Remasteredversion ist das Spiel daher eher für Retroliebhaber interessant, zumal die beiden vorliegenden Asteroidsvarianten auch nicht wirklich Mehrwert bieten und wirklich recht dreiste 1:1 Kopien des Vorbilds sind. Dazu kommt dann noch ein recht simples Ballerspiel, welches ich noch nicht erwähnt hatte..aber auch da ist die Luft nach ein paar Minuten raus.
Das ist aber auch nur ein Teil der interaktiven Dokumentation, wie es der Hersteller selbst angibt. Den Dokumentationsbereich selbst fand ich gut gestaltet und es war auch durchaus interessant das ein oder andere Dokument zu lesen. Es gibt auch viele bebilderte Sachen, original Photos von Jordan Mechner aus dieser Zeit, etc.; man hat sich hier durchaus Mühe gegeben. Das ganze ist in Deutsch untertitelt, wobei diese meist das im Dokument beschriebene erklärt, aber keine 1:1 Übersetzung des selbigen abietet.
Bleibt die Frage, lohnt es sich für den Preis? Das ist so eine Special Interest Sache. Interessiert ihr euch für die Hintergründe die zu solchen Klassikern führten und die entsprechende Einblicke bieten, würde ich zu ja tendieren. Vom spielerischen Gehalt ist Karateka heutzutage vielleicht für eine Runde gut, aber wirklich gut spielbar? Eher nicht. Die Remastervariante ist okay, aber spielerisch bleibt es halt ein Spiel aus den Anfängen der Computer- und Videospielindustrie. Jordan Mechner hat das Kampfsystem dann später bei Prince of Persia verfeinert, hier ist es aber wirklich nur laufen, schlagen oder treten, nach hinten ausweichen, ab zum nächsten Gegner. Der Wiederspielwert ist da recht gering, hat man es einmal durch.
Auf der offiziellen Seite bekommt ihr einen ganz guten Eindruck wie das ganze aufgebaut ist