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Phasen und Spiele aus eurer Gamervita, die ihr bereut?

Krule

Frührentner
Rückblickend bereue ich eine bestimmte Phase meines Gamerlebens ziemlich. Angefangen hat das damals mit Diablo 1 auf dem PC, woraufhin ich etwa ein Jahrzehnt nahezu ausschließlich Multiplayer-Titel gespielt habe. Besonders die RTS-Games dieser Zeit hatten es mir angetan: StarCraft: Brood War, WarCraft 3, Age of Empires 2, C&C und einige mehr. Einen Teil davon habe ich kompetitiv gespielt.

In dieser Zeit habe ich mir ernsthaft eingeredet, dass Singleplayer-Spiele reine Zeitverschwendung seien – schließlich würde ich dadurch schlechter werden, meine Skills vernachlässigen und wertvolle Trainingszeit verlieren. Den „krönenden Abschluss“ dieser Multiplayer-Zeit bildete dann World of Warcraft, das ich ebenfalls mehrere Jahre sehr aktiv gespielt habe.

In dieser Zeit sind mir leider unzählige großartige Singleplayer-Erlebnisse durch die Lappen gegangen. Rückblickend fast schmerzhaft: Mir wurden echte Klassiker geschenkt – etwa Jagged Alliance 2, Baldur’s Gate 2 und andere – die ich damals kaum angerührt habe und stattdessen ungespielt im Regal verstauben ließ. Eigentlich verrückt, wenn ich heute daran denke. Nur eine kurze Zwischenphase mit Final Fantasy VII und meinem N64 konnte diesen Tunnelblick kurzzeitig durchbrechen, bevor ich wieder vollständig im Multiplayer-Kosmos versunken bin.

Heute spiele ich aus Prinzip keine Multipayer-Titel mehr, weil ich gemerkt habe, wie anfällig ich dort für übertriebenen Ehrgeiz und ungesunde/verbissene Spielgewohnheiten bin. Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, früher einen besseren Ausgleich gefunden zu haben.
 

Spodydary

Rentenbezieher
- FIFA UT und sein PES Gegenstück

Die meiste Zeit allerdings FIFA. Und bei mir war´s genau anders herum: Ich bereue nicht die Zeit, die ich reingesteckt habe - die war gar nicht so viel - , sondern die Kohle für die Packs.
Grundsätzlich finde ich es nicht schlimm, wenn man auch mal Geld in Games steckt. Ob ich mir jetzt 10 Spiele im Jahr kaufe oder nur 2-3 und dann dort Zeugs kaufe. Für mich stellt sich dann auch nicht die Frage, wovon man am Ende mehr hat.
Es geht um den Spaß, den man auf die eine oder andere Art bekommt. Der eine mit Microtransaktionen, der andere durch einen großen Stapel Games.
Aber vor allem FIFA ist halt ein System, das nur darauf ausgelegt ist, den Kids das Geld aus der Tasche zu ziehen. Da kommt der neue Teil an und man bestellt sich sofort erstmal für 100€ Points dazu, die in 2 Minuten weg sind, kaum was gebracht haben.....und später wieder neu aufgeladen werden.
Dann zockt man ein Game, von dem man ja weiß, das es das berühmt-berüchtigte Momentum gibt, um die Kids noch mehr bei der Stange zu halten. Und lädt sich trotzdem wieder Points.....weil die teuren Spieler inoffiziell einfach mehr "Glück" haben.

Obwohl ich wirklich Bock auf Fußball-Gameplay habe, bin ich schon seit einigen Jahren davon weg.


- Call of Duty

Ich bin CoDler und natürlich bereue ich die Zeit nicht und zocke es auch weiter.
Aber seit Warzone kaufe ich mir die neuen Ableger...nicht weil ich den Singleplayer so cremig finde....den habe ich schon seit JAHREN nicht mehr gezockt, weil ich kein Bock mehr drauf habe......und auch nicht, weil ich den MP so groovy finde.....diese Art von "Auf-Mini-Maps-im-Kreis-Gerenne-Gameplay" langweilt mich schon seit langer Zeit so un-fucking-fassbar (HC S&D mal ausgenommen aber da ich kein Team dafür habe, schon ebenfalls seit Ewigkeiten raus).....sondern einzig und allein, um Waffen für WZ leveln zu können!

Und dafür zocke ich zu 100% nur die entsprechenden kleinen Maps, die es immer in den entsprechenden Map-Rotations. Wie z.B. Shipment (+Shooting Range), Nuketown oder die eine Karte aus dem letzten Teil, deren Name ich mir nicht einmal gemerkt habe, obwohl ich da unzählige Stunden verbracht habe.
Selbst das neue BOirgendwas habe ich mir geholt, um 24/7 Nuketown zum leveln zu haben....obwohl es soooo schlecht ist und mir die Optik und das Setting -236 gefällt. Das ärgert mich unfassbar...

Ich könnte jetzt schreiben, das ich mir nie wieder ein CoD holen werde....aber....
 

MoinMeister

Pförtner des Altenheims
In dieser Zeit habe ich mir ernsthaft eingeredet, dass Singleplayer-Spiele reine Zeitverschwendung seien – schließlich würde ich dadurch schlechter werden, meine Skills vernachlässigen und wertvolle Trainingszeit verlieren.
Ging mir ähnlich mit Apex Legends. Bereuen würde ich zwar nicht sagen, war schon ganz cool. Das Game als solches ist wirklich gut. Aber ich habe so viele Stunden darin versenkt – das war am Ende nicht mehr feierlich. Ich habe so viele andere gute Spiele dadurch ignoriert. Viele Sachen hole ich jetzt erst nach. Der Umstand, dass Apex nicht mehr auf Linux läuft ist sogar positiv. Dazu kommt noch das EA über Umwege der Trump Sippe zu mehr Money verhilft und den Saudis natürlich auch. Da werde ich Apex, oder in dem Fall alles von EA, nicht mehr anrühren.

Dazu kommt noch der ganze COD Kram mit SBMM ab 2019. Ich habe (zum Glück) nur 3 Teile aus der Era gespielt. Das waren wirklich Games, wo ich heute das Gefühl habe, Lebenszeit verschwendet zu haben.
 

qpadrat.

Pförtner des Altenheims
Ich glaube, ich bereue vllt ein bisschen die Stunden, die ich in Monster Hunter reingesteckt habe. Angefangen mit Tri, dann Tri Ultimate, 4, Generations und Rise.
Ich habe nie übertrieben viel Zeit reingesteckt, vllt so 50-200 pro Spiel. Es hat immer Bock gemacht, aber hinterher habe ich dann aber gedacht, dass es irgendwie immer dasselbe ist und mir irgendwie für die eingebrachte Zeit zu wenig neue Spielerfahrungen geboten werden.
Im Nachgang hätte ich mit der Zeit lieber ein paar andere Spiele gespielt.
 

Hokurn

Aushilfe der Essenausgabe
Hm...
An sich hatte ich mit jeder Phase meinen Spaß aber bin an einigen Stellen auch froh, dass ich durch damit bin.
Ich habe auch nie groß zusätzliches Geld in Games investiert um das es schade sein könnte. Ggf. hätte man ein paar Jahre früher bei Fifa aussteigen können aber ich war ja Fußball interessiert und hab es dementsprechend auch viel mit Freunden gespielt. COD war jetzt rückblickend auch nicht die beste Spielereihe aller Zeiten aber ich hab halt zwei Stück gekauft... Das kann man schonmal machen.

ca.
ab 2010 - Multiplayer Shooter (COD / BF) und Fifa
ab 2015 - NBA 2K und Telltale-artige Adventure + Action-Adventure
ab 2017/18 - kam neben NBA und Adventure dann noch Rainbow Six Siege hinzu.
ab 2021/22 - Souls
 

Kindra

Rentenbezieher
Sponsor
Hätte mir die ein oder andere WoW-Phase sparen sollen (was nicht unbedingt was mit dem Spiel zu tun hat).

Es war sicherlich ein Fehler, so viel Condition Zero zu spielen statt nur 1.6, allerdings hätte ich dann auch sehr viele grandiose Leute nicht getroffen.

Ich bereue es, in meiner extremen Smash Ultimate kompetitiven Phase irgendwie verpasst zu haben, dass es sogar in meiner Stadt nen local gab (trotzdem hatte ich glück, dass ich zu einer Hochphase anfing, wo es nicht an vielen tollen, auch sehr großen, Turnieren mangelte) ... hm, das passt net zum Thread, egal!

Ich bereue es, Guild Wars 2 im Grunde durchgehend während der schwächsten Zeiten hindurch gespielt zu haben. Der Launch 2012 war göttlich, aber kurz darauf starb das Spiel schon fast wieder und musste durch paar Patches gerettet werden (Fractals). Dann fingen die ersten unterirdischen Living Story / World-Sachen an. Da hätte ich das Spiel einfach pausieren sollen bis mal was knallt. Gab zwar auch gute Patches (Zerstörung von Lion's Arch, Bosskampf gegen Scarlet), aber größenteils war das eher scheiße. Statt zig Legendaries des vanilla-Spiels zu bauen und da tausende Stunden zu versinken, hätte ich mit der ersten Erweiterung wieder einsteigen sollen. Großen Spaß hatte ich trotzdem ... vor allem, als ich ne Gruppe fand, die high end dungeon runs gemacht hat (damals konnte man das noch farmen).

Ich hatte eine Starcraft 2-Phase, die ich mir komplett hätte sparen können. Ich bin schlicht nicht gut genug für sowas und eigentlich ist das überhaupt nicht mein Genre, und zwar unabhängig von Single- oder Multiplayer. Ich liebe bis heute Battle for Middle-Earth 2 - dabei hätte ich es belassen sollen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Organika

Altenpfleger
Ich bereue im Nachhinein immer wenn ich irgendwelche endlosen Multiplayer Spiele gespielt habe. Zum Beispiel letzten Sommer 140 Stunden Fortnite....das war zwar noch im Rahmen und ich hatte viel Spaß, aber da bleibt im Nachgang nichts hängen. Das ist so direktes Dopamin, welches man gleich wieder vergisst. Am schlimmsten war das bei mir bei Hearthstone 2014. Eigentlich sind Kartenspiele überhaupt nicht mein Ding, aber ich bin reingekippt und habe den halben Sommer versäumt. Die Stunden vergingen da wirklich zu schnell. Glücklicherweise kann ich mich meist aber recht gut zusammenreißen und schnell abspringen. War immer übervorsichtig nach nichts süchtig zu werden. Ist mir zum Glück großteils gelungen. Abgesehen davon vielleicht das Achievement Hunten. Ich hatte zwar eh nie viele, aber teilweise war das schon echte Zeitverschwendung bzw. hat es mein Spielerlebnis getrübt, weil ich komme dann in so einen sinnlosen Komplettierungswahn und fühle mich schnell überfordert. Da bin ich tatsächlich froh, dass es das bei Nintendo (noch) nicht gibt.
 

Grauer_Prophet

Jungspund
Destiny -gar nicht weil das Spiel schlecht war.Und über den Klan damals hab ich sogar 2-3 jetzt Real Life Freunde kennen gelernt.
Aber ich hab da für Raids etc hin und wieder ein WE in meinen frühen 20ern zuhause Verbracht statt was anderes zu tun.
Da ich mittlerweile Mitte 30 bin und das Nachtleben bei uns mehr oder weniger tot ist (weil die Jugend weniger feiert und die Älteren alle daheim vorm TV sitzen) -bereue ich nun schon diese Samstage "verschwendet" zu haben.Habe sonst nie für Zocken auf Party oder ähnliches Verzichtet als Jungspund -für Destiny 2 Jahre lang im Schnitt jedes 3 WE würd ich sagen.Nicht so schlimm -aber ich würds anders machen.
 

Chibiterasu

Frührentner
Ich würde sagen, ich bereue am ehesten meine Kauffreudigkeit so um das Aufkommen der ersten guten Steam Sales oder Humble Bundles sowie die Anfangszeit von GOG. Gleichzeitig habe ich da auch in den Wühlkisten nach irgendwelchen B-Tier Wii/PS2 Spielen Ausschau gehalten.

Dabei geht es mir gar nicht so sehr um das verprasste Geld. Ich habe da immer sehr auf die Deals geschaut und so viel war es meistens nicht (irgendwann habe ich das mal grob ausgerechnet und der Betrag war nicht schockierend).
Ich bereue mehr, dass ich einfach viel zu viele Spiele angehäuft habe, die mich eigentlich nur sehr peripher interessiert haben, weil ich sie namentlich aus der Jugend kannte oder irgendwer in einem Podcast oder Forum gesagt hat, es sei gut.

Jetzt sitzen diese Spiele ungespielt in meiner Library (einige auch ausgeblendet/entfernt) und das hat mich einige Zeit ziemlich unrund gemacht. Ein zu großer Backlog, der eher mentale Belastung als Bereicherung war. Am meisten die physischen Spiele.
Mittlerweile kann ich das besser ignorieren und beim Neukaufen bin ich auch wesentlich zurückhaltender, aber ich hab halt dennoch noch zu viele Spiele, die ich vielleicht nie spielen werde.
Sehr sinnlos.
 
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